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 | Bildquelle: fotolia.com : © Michael Wolf

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Regierungspräsident lässt Kali-Kumpel bei K+S nicht hängen

Übergangslösung für Versenkerlaubnis

Erleichterung bei den Mitarbeitern von K+S kurz vor Weihnachten: Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke hat eine Übergangslösung bis Ende 2016 für die Verpressung von salzhaltigen Laugen geschaffen, so dass der Konzern K+S weiter produzieren kann.

Kurz vor dem Fest ist das eine gute Nachricht für alle Angestellten von K+S,

loben die drei Landräte Dr. Michael Koch (Hersfeld-Rotenburg), Reinhard Krebs (Wartburgkreis) und Bernd Woide (Fulda) gemeinsam die Entscheidung aus Kassel. Die Erleichterung ist bei allen drei Landräten groß, ist K+S doch in der Region über Landesgrenzen hinweg einer der wichtigsten Arbeitgeber.

Das Regierungspräsidium in Kassel habe Wort gehalten, jetzt sehen die Landräte das Unternehmen in der Pflicht:

Regierungspräsident Lübcke lässt die Kali-Kumpel nicht hängen. Die Übergangslösung verschafft K+S die Luft, die notwendigen Nachweise für eine künftige Versenkerlaubnis zu erbringen. Hier hat der Konzern eine Verantwortung für Mitarbeiter und Familien, aber auch für die Umwelt.

Die Übergangsregelung ersetzt nicht die beantragte Versenkung bis zum Jahr 2021. Das Regierungspräsidium Kassel hatte die Genehmigung zur weiteren Verpressung von Produktionsrückständen in den Boden an klare Kriterien und Auflagen geknüpft. Die Landräte Koch, Krebs und Woide fordern K+S auf, jetzt alle Voraussetzungen schnellstmöglich zu liefern:

Eine erneute Zitterpartie wie in den vergangenen Wochen gilt es dringend zu vermeiden.

Noch vor Weihnachten, am 22. Dezember 2015, soll es ein Arbeitstreffen der drei CDU-Landräte mit dem Regierungspräsidenten geben, in dem die Perspektiven über 2016 hinaus erörtert werden sollen. Man ist sich einig:

Die K+S AG ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber für die ganze Region. Das Verbundwerk Werra hat eine gute Zukunftsperspektive und damit unsere gesamte Region.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Felix Berg

    Und wieder kein Wort dazu was man zu tun gedenkt wenn das bisschen restliche Trinkwasser der Region nicht mehr nutzbar ist und wer dafür am Ende aufkommt, bzw. dafür gerade steht. Es ist scheinheilig von der Fürsorge zu den Arbeitnehmern zu sprechen und geleichzeitig einer ganzen Region die Lebensgrundlage entzieht. Hier muss wohl erst der Europäische Gerichtshof einschreiten um dem treiben ein Ende zu setzten.

  • Landkreisbewohner

    Schon die letzte Verlängerung der Versenkerlaubnis war eine Übergangslösung damit der Konzern weiter produzieren und vor allem nach Alternativen suchen kann. Tolle Salamitaktik, aber rechtswidrig und brandgefährlich für unser Grundwasser.

  • vigilando ascendimus

    Wenn die vorübergehende Laugenversenkungsgenehmigung die Trinkwasserversorgung nicht weiter gefährden würde, wäre es eine sachgerechte Entscheidung. Zweifel erscheinen angebracht. Der Verdacht, Politik und Verwaltung haben sich im vorliegenden Fall erpressen lassen, wird durch dei Presseerklärung des Landrates sogar noch verstärkt. Interessant wird wohl hier die offizielle Genehmigungsbegründung des Regierungspräsidiums Kassel. Mal sehen, wie lange dieses Spiel noch gespielt wird.

  • Wolfgang

    Hallo,ich habe lange in Hessen gearbeitet und weis aus Erfahrung welche Macht K&S dort hat.
    Ich habe keine Sekunde geglaubt es werde die Produktion runter gefahren und Leute entlassen.
    Früher hat man sich über die DDR mokiert, der Werra wegen. Heute spielt es keine Rolle wenn die Menschen Salzwasser trinken.

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