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Reinholz: Magna kann mit Unterstützung Thüringens rechnen

Informationsgespräch mit Magna-Beauftragten zu Fördermöglichkeiten des Landes
Vertreter des Thüringer Wirtschaftsministeriums und des Opel-Bieterkonsortiums um den österreichisch-kanadischen Automobilzulieferer Magna haben sich Donnerstag in Erfurt zu einem Informationsgespräch getroffen. Dabei ging es vor allem um die Unterstützungsmöglichkeiten des Landes für das Werk in Eisenach im Falle einer Übernahme durch Magna. Unterdessen bekräftigte Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz die Präferenz Thüringens für eine solche industrielle Lösung. «Mit Magna sehen wir die besten Perspektiven für den Standort Eisenach», so der Minister. Für die Umsetzung des Konzepts stehe deshalb im Prinzip auch das gesamte Förderinstrumentarium des Freistaats zur Verfügung.

Der Minister verwies auf die Investitions- und Technologieförderung ebenso wie auf die Darlehens- und Bürgschaftsprogramme des Landes. Diskutiert worden war erneut auch das vom Land entwickelte Mietfabrik-Modell. Besonderes Interesse habe der Freistaat zudem an einer technologischen Weiterentwicklung des Standorts. Reinholz machte allerdings auch deutlich, dass er im Gegenzug eine langfristige Standort- und Arbeitsplatzgarantie für den Standort Eisenach erwarte.

Zu den laufenden Übernahmeverhandlungen sagte der Minister, GM könne selbstverständlich mit verschiedenen Anbietern verhandeln, darauf hätten die Länder keinen Einfluss. Aufgabe von Bund und Ländern sei es aber, die Interessen der Beschäftigten und der einzelnen Werke zu wahren. «Von diesem Maßstab hängt es ab, wer mit Staatshilfe rechnen kann und wer nicht.» Einen Einstieg des Staates bei Opel lehnte Reinholz dagegen als «vollkommen unrealistisch und nicht finanzierbar» ab. Abgesehen davon, dass Thüringen dann kurzfristig mehrere Hundert Millionen Euro für seinen Anteil am Kaufpreis aufbringen müsste, könne er nicht erkennen, dass der Staat der bessere Unternehmer sei: «VEB Opels hatten wir hierzulande 40 Jahre lang. Von denen hat nicht einer überlebt.»

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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