Reinholz zu Diskussionen um Opel

Angesichts neuer Berichte, dass der amerikanische Automobilkonzern General Motors von einem Verkauf seiner Tochter Opel Abstand genommen habe, hat Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz die Forderung nach einem Erhalt aller Standorte bekräftigt. «Die Sicherung von Arbeitsplätzen in Thüringen hat für mich oberste Priorität», sagte Reinholz in Erfurt. GM müsse jetzt klar sagen, wie es mit Opel in Deutschland und Europa weitergehen soll. «Die Hängepartie der letzten Wochen und Monate muss ein Ende haben. Opel braucht eine klare Perspektive.»

Der Minister zeigte sich grundsätzlich offen für jede wirtschaftlich tragfähige Lösung zum Erhalt des Standorts. «Ich schließe da nichts aus», sagte Reinholz. Allerdings halte er das Magna-Konzept nach wie vor für die tragfähigste Alternative, die daher auch die volle Unterstützung von Bund und Ländern habe.

Der Minister erneuerte zugleich die Zusage des Landes, die Fortführung des Standorts Eisenach in geeigneter Form zu unterstützen. «Opel Eisenach ist ein hochmodernes, solides Werk. Die Nachfrage nach sparsamen Kleinwagen, wie sie hier produziert werden, wird weiter steigen.» Es wäre daher ökonomisch unsinnig, wenn man die Produktion hier nicht fortführen würde.

Thüringen werde weiter in enger Abstimmung mit allen Beteiligten agieren, sagte Reinholz. Vor allem die Bundesregierung müsse jetzt ihre Gespräche mit der US-Regierung und dem Mutterkonzern General Motors intensivieren.

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