Eisenach Online

Werbung
 | Bildquelle: Verbraucherzentrale Thüringen e.V.

Beschreibung:
Bildquelle: Verbraucherzentrale Thüringen e.V.

Schnäppchen oder Energieschleuder?

Energieberatung vor dem Hauskauf

Wer ein Haus kauft, muss viel beachten. Der Kaufpreis, die Lage, das äußere Erscheinungsbild und die Raumaufteilung müssen stimmen. Doch auch die Heizkosten sollten bei der Kaufentscheidung auf jeden Fall mit einbezogen werden, rät Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Thüringen.

Das Geld, das man beim Kauf eines scheinbar günstigen Angebotes spart, legt man in den folgenden Jahren bei den Heizkosten wieder drauf. Und nicht nur alte Häuser können unter energetischen Gesichtspunkten betrachtet ganz schön alt aussehen,

so Ramona Ballod.

Hausverkäufer sind verpflichtet, spätestens bei der Besichtigung einen Energieausweis vorzulegen. Kaufinteressenten scheuen sich jedoch oft, dies einzufordern – manchmal aus Furcht, den Zuschlag für das Haus nicht zu bekommen. Auch wenn der Energieausweis vorliegt, ist die Interpretation der Daten nicht immer leicht. Verbrauchsausweise mitteln den Verbrauch der letzten drei Jahre – und der hängt von den Gewohnheiten der Bewohner ab. Bedarfsausweise zeigen den nutzerunabhängigen Heizenergiebedarf des Hauses.

Energieausweise sind nach Ausstellung 10 Jahre gültig, daher kursieren Energieausweise nebeneinander, die hinsichtlich des Energieverbrauchs alte und neue Bewertungsmaßstäbe anlegen. In älteren Energieausweisen werden Werte von 150-200 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr im Ausweis noch im grünen Bereich angesiedelt, obwohl das nicht einem zukunftsfähigen energetischen Standard entspricht.

In einem Mehrfamilienhaus gibt es nur einen Ausweis für das gesamte Haus, nicht jedoch für die einzelne Wohnung. Für den Energieverbrauch einer Wohnung spielt aber auch deren Lage eine wichtige Rolle, vor allem in schlechter gedämmten Häusern. Dach- und Erdgeschosswohnungen in Hausrandlage verbrauchen dann in der Regel 50 Prozent mehr Heizwärme als Wohnungen in der Hausmitte.

Die Energieberater der Verbraucherzentrale helfen bei der Interpretation des Energieausweises und informieren zu allen Fragen rund ums Energiesparen. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). In Eisenach findet die Beratung im Bürgerbüro am Markt 22 statt. Eine Terminvereinbarung für Eisenach ist auch möglich unter 03691 670800. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Andrea T. | | Quelle:

Werbung

Die Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft und sofern sie unseren Richtlinien entsprechen, freigegeben.

  • Christian

    Schön wäre, wenn es zu einem Energieausweis auch einen Schimmelausweis, einen Lüftungsplan, einen Gefahrstoffkatalog (ob Auch alle Grenzwerte bis aufs Letzte ausgereizt wurden), einen Entsorgungsplan der Sondermüllbaustoffe nach ihrer Lebenszeit, einen Klimatisierungsausweis (nicht alle Dämmstoffe verhindern Wärmeeintrag gleichermaßen), ein vorgefertigtes Dankesschreiben an die Dämmstofflobbyisten/Mineralölindustrie (welche das unfassbare Meisterwerk geschafft haben, die Wohnungsbaukosten/Mieten per Gesetz seit Jahren in die Höhe zu treiben, um ordentlich Kohle zu machen) und vor allem einen Ausdruck der tatsächlichen Heizkosten geben würde (die nie den errechneten Kosten entsprechen und sogar nach einer Sanierung höher sein können).
    Alles Quatsch? Informieren Sie sich mal Abseits der Baustoffindustrie.

Top