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Sozialministerin Lieberknecht besuchte Diakonie-Verbund Eisenach

Minister Lieberknecht betonte: «Die Werkstätten sind das richtige Instrument zur beruflichen Qualifizierung zur Beschäftigung derjenigen behinderten Menschen, die wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung zwar am Arbeitsleben teilhaben können, jedoch – bei Einsatz der zur Förderung der Teilhabe vorgesehenen Instrumente – eben nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Heute gibt es in Thüringen 30 anerkannte Werkstätten für Menschen mit Behinderungen mit etwa 8000 Beschäftigten. Seit 1991 wurden in diesem Bereich 180 Millionen Euro investiert. Die Landesregierung will auch in Zukunft den bedarfsgerechten Ausbau und die Ausstattung der Werkstattarbeitsplätze fördern. Anlässlich meines Besuches möchte ich alle Unternehmen und Behörden auffordern, Aufträge an Behindertenwerkstätten zu vergeben. Unternehmen, die Aufträge an Werkstätten vergeben, profitieren nicht nur von der Qualität und der Vielfalt der angebotenen Leistungen. Auch wirtschaftlich gesehen rechnet sich die Zusammenarbeit. Viele Unternehmen, aber auch gemeinnützige Organisationen, zahlen eine Ausgleichsabgabe, weil sie zu wenig Menschen mit Behinderungen beschäftigen. Wenn Sie alle Möglichkeiten zur Beschäftigung behinderter Menschen ausgeschöpft haben, können sie die Ausgleichsabgabe verringern oder ganz vermeiden, indem sie Aufträge an anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen vergeben. Nach § 140 SGB IX kann 50 % des Rechnungsbetrages, der auf die Arbeitsleistung der behinderten Menschen und einen Teil des Fachpersonals entfällt, auf die Ausgleichsabgabe angerechnet werden. Ich fordere die Thüringer Unternehmen auf, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.»

Die Ministerin besuchte die Werkstätten in denen Tapeziertische gefertigt werden 50 Menschen sind daran beteiligt. Gefertigt wird in Eisenach und Frankenroda. Rund 75000 Stück wurden 2008 gefertigt. Im Februar 2007 begann die Produktion in Frankenroda, diese wurde von einem privaten Betrieb übernommen. Alles, vom Einkauf, Produktion und Verkauf, wird von der Diakonie vorgenommen. Nicht einfach wie sich es anfangs herausstellte. Der Wettbewerb war hart, jetzt hat sich die Qualität ihrer Tische durchgesetzt.

Die Tapeziertische wurden bis zum Jahr 2005 in der Fa. Industrieverpackung Wendehausen gefertigt, 2006 übergab die Geschäftsführung der Firma Industrieverpackung die komplette Produktion und den Vertrieb an die Eisenacher Werkstätten. Seither konnte die Fertigung und der Absatz kontinuierlich gesteigert werden. Kunden sind verschiedene Baumärkte in Deutschland.

Rainer Beichler |

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