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Thüringer Industrie Eisenach bleibt Umsatzspitzenreiter Wartburgkreis

Im ersten Halbjahr 2008 erzielten die Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten*) einen Umsatz in Höhe von 13,9 Milliarden Euro und überboten – bei einem Arbeitstag mehr – das vergleichbare Vorjahresergebnis um 9,3 Prozent.
Sieben kreisfreie Städte und Landkreise mit einem Umsatz über je 700 Millionen Euro erzielten über die Hälfte (53,0 Prozent) des Thüringer Industrieumsatzes:
Die Stadt Eisenach (1,27 Milliarden Euro) als Umsatzspitzenreiter, der Wartburgkreis (1,24 Milliarden Euro), der Landkreis Gotha (1,21 Milliarden Euro), der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (978 Millionen Euro), der Landkreis Sömmerda (914 Millionen Euro), der Landkreis Schmalkalden-Meiningen (792 Millionen EUR) und der Ilm-Kreis (728 Millionen Euro).
Vergleichsweise niedrige Umsätze erzielten die Betriebe der Stadt Weimar (117 Millionen Euro), der Stadt Suhl (139 Millionen Euro) und der Stadt Gera (153 Millionen Euro).

Der Anteil des Auslandsumsatzes am Umsatz insgesamt (Exportquote) betrug im ersten Halbjahr 2008 im Durchschnitt 33,9 Prozent und verringerte sich geringfügig zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum (34,0 Prozent).
Hohe Exportquoten erreichten der Landkreis Sömmerda sowie die Stadt Eisenach, deren Werte aus Geheimhaltungsgründen nicht veröffentlicht werden dürfen. Es folgten der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit 43,8 Prozent, die Stadt Jena mit 41,3 Prozent, der Kyffhäuserkreis mit 39,4 Prozent, der Landkreis Gotha mit 37,1 Prozent und der Saale-Orla-Kreis mit 36,1 Prozent.
Geringere Exportquoten wurden im Landkreis Altenburger Land mit 14,3 Prozent, im Landkreis Nordhausen mit 15,8 Prozent und in der Stadt Suhl mit 17,0 Prozent ermittelt.

Von Januar bis Juni 2008 waren in den größeren Thüringer Industriebetrieben im Monatsdurchschnitt 130 Tausend Personen tätig. Das waren 6491 Personen mehr als ein Jahr zuvor.
Ein hoher Beschäftigtenzuwachs wurde im Ilm-Kreis (+ 1054 Personen), im Landkreis Gotha (+ 667 Personen), in der Stadt Jena (+ 629 Personen), im Landkreis Nordhausen (+ 564 Personen), im Landkreis Altenburger Land (+ 540 Personen) und im Landkreis Schmalkalden-Meiningen (+ 410 Personen) ermittelt.
Weniger Beschäftigte wiesen die Landkreise Hildburghausen (- 94 Personen), Sömmerda (- 36 Personen), Stadt Weimar (- 34 Personen) und die Stadt Eisenach (- 14 Personen) aus.

Die Produktivität (Umsatz je Beschäftigten) lag in Thüringen von Januar bis Juni 2008 bei 107 Tausend Euro und stieg gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent.
Die höchsten Umsätze je Beschäftigten wurden für die nachstehenden Kreise errechnet:
Stadt Eisenach (221 Tausend Euro), Landkreis Sömmerda (208 Tausend Euro), Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (134 Tausend Euro), Stadt Erfurt (115 Tausend Euro) und Landkreis Gotha (115 Tausend Euro).
Die geringsten Umsätze je Beschäftigten wurden für die Stadt Gera (62 Tausend Euro), die Stadt Suhl (79 Tausend Euro) und für den Landkreis Sonneberg (80 Tausend Euro) ausgewiesen.

Weitere Informationen können dem demnächst veröffentlichten Statistischen Bericht ‚Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe in Thüringen, Januar 2007 bis Juni 2008 nach Kreisen‘ entnommen werden.

*) Ab dem Jahr 2007 werden in der Industrie nicht mehr die Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten, sondern nur noch die Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten erfasst.

Rainer Beichler | | Quelle:

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