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Tor zur Stadt: Investor Procom weiter dabei

Die Procom Invest GmbH & Co. KG kann sich eine Zusammenarbeit beim Eisenacher Projekt „Tor zur Stadt“ weiterhin vorstellen. Das hat die Hamburger Firma der Stadt Eisenach schriftlich bestätigt. „Selbstverständlich wäre es für uns weiterhin vorstellbar auf einem Teilgrundstück Einzelhandel zu realisieren und der Stadt Eisenach restliche Grundstücksflächen für die Entwicklung und Realisierung der von ihr gewünschten Nutzung zur Verfügung zu stellen“, heißt es in dem Schreiben.

„Über diese Nachricht freuen wir uns sehr“, sagte Oberbürgermeisterin Katja Wolf. Damit werden die in der Planerwerkstatt erarbeiteten Ergebnisse weiterhin Grundlage für die Entwicklung des Areals in der Bahnhofstraße bleiben. Die von einer großen Mehrheit der Eisenacher getragenen Ergebnisse sehen eine Dreiteilung der Fläche vor. Entstehen könnte dort neben Einzelhandel ein Tagungszentrum, ein Hotel und Wohnen/Gewerbe. Der Stadtrat hatte diese Ergebnisse am 23. September per Beschluss zur Grundlage aller weiteren Gespräche gemacht. „Damit hat die Stadt deutlich gesagt, wo für sie die Reise hingehen soll“, sagt Katja Wolf.

Obwohl Procom der Stadt Eisenach weiterhin die ausgestreckte Hand anbietet, ist die Firma formaljuristisch und fristgemäß vom Grundstückskaufvertrag zurückgetreten. Procom wünscht sich neue Vertragsbedingungen, um wieder in das Projekt einzusteigen. Dazu gehört zum Beispiel ein geeigneter Projekt-Investor. Gegenwärtiger Finanzierer war bis einschließlich 30. September die OFB Projektentwicklung GmbH. Die OFB betreibt das Projekt nicht weiter. Aus Sicht der OFB ist die Idee, Einzelhandel auf nur einer von insgesamt drei Flächen in der Bahnhofstraße umzusetzen, für zwei Investoren zu klein.

„Wichtig zu wissen ist, dass sich die Ausgangssituation für die Stadt Eisenach dadurch nicht geändert hat“, betont Katja Wolf. Es gibt einen gültigen Stadtratsbeschluss, der besagt, dass das inhaltliche Konzept weiter verfolgt wird. Auch die Suche nach einem Projekt-Finanzierer läuft weiter.

Ansprechpartner für die Stadt ist jetzt die Firma Heinrich Becker. Sie ist wieder Grundstückseigentümer des Areals. „Wir sind miteinander im Gespräch, um die rechtlichen Fragen zu klären“, so Katja Wolf. Dabei geht es vor allem um die Fristverlängerung der Freistellung. Ziel der Stadtspitze ist es, gemeinsam mit allen Beteiligten eine Lösung zu finden. Das heißt konkrekt: Ein möglicher Investor braucht mehr Zeit, um am Standort „Tor zur Stadt“ die geforderten Arbeitsplätze zu schaffen und ein Investitionsvorhaben umzusetzen. Um mehr Zeit zu bekommen, muss die Firma Heinrich Becker beim Landesverwaltungsamt die Fristverlängerung beantragen. Notwendig ist die Zustimmung des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz. „Uns ist signalisiert worden, dass alle an einer Lösung interessiert sind“, sagt Katja Wolf.

Frank Bode | | Quelle:

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