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Umrüstung auf Autogas nur in zertifizierten Kfz-Fachbetrieben

Bei den alternativen Kraftstoffen für Kraftfahrzeuge hat sich Autogas in den letzten Jahren fest etablieren können. Die Zahl der flüssiggasbetriebenen Fahrzeuge hat sich in Deutschland seit 2006 mehr als vervierfacht. Autogas ist inzwischen an etwa 5000 Flüssiggastankstellen verfügbar, mehr als 340000 Autogasfahrzeuge tanken den umweltfreundlichen Kraftstoff.

Bis zum Jahr 2015 rechnet der DVFG mit 1,5 Millionen Autogasfahrzeuge in Deutschland. Neben dem ständig steigenden Neuwagenangebot verschiedener Hersteller verzeichneten die Werkstätten 2008 einen regelrechten Boom bei der Umrüstung auf Autogas. Die gestiegene Nachfrage nach den autogasbetriebenen Kfz stellt allerdings ganz neue Anforderungen an die Kfz-Werkstätten. Der Umgang mit dem Flüssiggas erfordert ein spezifisches Know-how an die Ausstattung der Werkstätten und die Qualifikation des Personals. Das gilt für Umrüstbetriebe genauso wie für die Wartung gasbetriebener Fahrzeuge.

Der DVFG und der TÜV Thüringen empfehlen Verbrauchern daher die Umrüstung auf einen bivalenten Autogasantrieb nur von zertifizierten Kfz-Betrieben durchführen zu lassen. Durch deren Qualitätssicherungssystem sind die sicherheitstechnischen Standards gewährleistet. Der Kunde kann sicher sein, dass nur Bauteile nach den entsprechenden europäischen Regelungen und Normen verbaut werden, der Einbau durch speziell geschultes Fachpersonal erfolgt sowie die Werkstätten entsprechend für das Handling mit Flüssiggas als explosionsfähiges Fluid ausgerüstet sind.

Der TÜV Thüringen e.V. hat anhand eines Kriterienkatalogs des Deutschen Verbandes Flüssiggas e.V. ein umfangreiches Zertifizierungsverfahren für Umrüstwerkstätten entwickelt. Dieses schafft Verbrauchervertrauen auf der einen Seite und bietet Qualitätssicherung auf Seiten der Werkstätten. Die Einhaltung der Anlagensicherheit, des Explosionsschutzes, der Umweltrichtlinien sowie der Arbeitssicherheitsvorschriften hat bei Flüssiggasfachwerkstätten eine weitaus größere Tragweite als bei herkömmlichen Werkstätten.

Der TÜV Thüringen hat frühzeitig den Trend der alternativen Antriebstechnologien erkannt und bietet neben dem Zertifizierungsverfahren für Autogasfachbetriebe auch die Beratung von Umrüstfachbetrieben an. In seinem vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) akkreditierten Prüflabor führt der TÜV Thüringen Prüfungen zur Typgenehmigung von Flüssiggasanlagen und deren Einzelkomponenten durch. Bei der Entwicklung hochporöser silikatischer und oxidischer Funktionselemente zur Gasreinigung von Alternativ-Kraftstoffen arbeiten die Autogasspezialisten des TÜV Thüringen eng mit dem Hermsdorfer Institut für Keramik e.V. zusammen.

Rainer Beichler | | Quelle:

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