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Verband reagiert auf Mauterhöhung

Mit Enttäuschung und deutlicher Verärgerung reagierten die Frachtführer und Spediteure des Landesverbandes Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV) e.V. auf den auf der Verkehrsministerkonferenz am 7.10.2008 beschlossenen Kompromiss zur Lkw-Maut.
Dieser beinhaltet

a) Absenkung des ab 1. Januar 2009 geplanten Mautsatzes für schwere Nutzfahrzeuge der Schadstoffklasse S3 um den Betrag von 2 Cent je Kilometer bis zum 31. Dezember 2010.

b) Zur Gegenfinanzierung des Mautsatzes über alle anderen Schadstoffklassen um 0,1 Cent je Kilometer.

Gemeinsam mit der Landesregierung und den drei Thüringer Industrie- und Handelskammern hatte der LTV gefordert, der ab 2009 geplanten Mauterhöhung nicht zuzustimmen.
Offenbar sind sich die Verkehrsminister, einschließlich des Bundesverkehrsministers Tiefensee, nicht über die Folgen ihres Tuns im Klaren. Man kann nicht jahrelang das Güterkraftverkehrsgewerbe rücksichtslos abkassieren und dann noch erwarten, dass es die Investitionskraft aufbringt, die viel zu teuren Euro-5, bzw. Euro-6 Lkw zu kaufen.

Die 2003 vom Deutschen Bundestag, dem Bundesrat und der Bundesregierung gegebene Harmonisierungszusage ist noch nicht einmal vollständig realisiert, da wird bereits wieder rücksichtslos an der Mautschraube gedreht.
2003 wurde auch zugesagt, dass die Maut ausschließlich für Investitionen in die Bundesverkehrswege eingesetzt wird. trotzdem fließen auch weiterhin Mauteinnahmen in der Größenordnung von mindestens 2 Milliarden Euro in den allgemeinen Haushalt.

«Wir können unsere Mitglieder nur auffordern, keine Fahrten mehr anzunehmen, bei denen der Frachtzahler nicht die Erstattung der Lkw-Maut garantiert.
Das diese falsche Politik auf die eigene Automobilindustrie und darüber hinaus auf die gesamte Wirtschaft und die Bevölkerung zurückschlagen wird, liegt auf der Hand. Erste Bänder stehen bereits still und das nicht nur bei der Pkw-Produktion. Was Fachleute nicht verwundert, denn die Investitionskraft unseres Gewerbes tendiert gegen Null», so der Verband.

Rainer Beichler | | Quelle:

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