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 | Bildquelle: Sven Schlossarek 
Wahlkreismitarbeiter MdL Anja Müller/ DIE LINKE

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Bildquelle: Sven Schlossarek Wahlkreismitarbeiter MdL Anja Müller/ DIE LINKE

Wasserkraftwerk in Bad Salzungen

Ist es möglich in Bad Salzungen an der Werra wieder ein Wasserkraftwerk aufzubauen? Diese Frage war Anlass für einen vor Ort der Besuch der Landtagsabgeordneten Tilo Kummer (Sprecher für Umwelt und Forsten), Steffen Harzer (Sprecher für Energie-, Landesentwicklung und Landesplanung) und Anja Müller (Sprecherin für Petitionen und Bürgerbeteiligung), in Bad Salzungen.
Eine Studie der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) besagt, dass im Bad Salzunger Ortsteil Kloster-Allendorf einer der letzten interessanten Wasserkraftstandorte in Thüringen, an der Werra ist. Dieses möchte nun auch die Kommunale Gesellschaft „Neue Energien in Bad Salzungen GmbH“ für sich nutzen.

Um die Energiewende zu schaffen, brauchen wir nicht nur Wind- und Sonnenenergie, sondern auch die Kraft des Wassers. Doch Wasserkraftwerke sind bisher immer auch Eingriffe in die Natur und häufig sogar tödliches Hindernis für Wanderfische wie Lachs oder Aal, so der Fischereiexperte Kummer.

Der Bürgermeister der Stadt Bad Salzungen betonte, dass im Mühlgraben, einen Nebenfluss der Werra, dort wo das Wasserkraftwerk entstehen soll, es bereits eine Studie erstellt wurde, die besagt das neun von zehn Fischen aus der Werra, dieses Nebengewässer nicht benutzen. Und auch jetzt gibt es schon eine Fischschleuse im Mühlengraben.
Hilfe, so der Bürgermeister Bohl /Freie Wähler, benötigten Sie beim Verfahren zur Interessensbekundung bei der TLUG. Harzer betonte: Er freue sich das die Thüringer Energiegesellschaft mit ihm Boot ist, betreibt sie ja jetzt schon Wasserkraftwerke in Mihla, Spichra und Falken, alle im Wartburgkreis.

Müller und Harzer (beide MdL DIE LNKE) begrüßen die Initiative der Kommunalen Energiegesellschaft. Ob nun die Wasserkraft mit archimedischen Schrauben oder der Kaplanturbine zum Einsatz kommt, muss zum Schutz der vorhandenen Fischarten entschieden werden, dazu empfiehlt Kummer, eine enge Abstimmung mit den Thüringer Anglerverbänden.
Es wird sicherlich nicht das letzte Gespräch zu diesem Thema in Bad Salzungen sein, betonten die Abgeordneten der Linksfraktion.

Sven Schlossarek
Wahlkreismitarbeiter MdL Anja Müller/ DIE LINKE

Lisa H. | | Quelle:

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  • Landkreisbewohner

    Der damals noch CDU-geführte Freistaat Thüringen hat seinerzeit alles dafür getan, dass der Standort am Allendorfer Wehr den hohen Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie entspricht und trotzdem eine künftige Wiederaufnahme der Energieerzeugung an diesem günstigen Standort möglich bleibt. Unter geschickter Ausnutzung europäischer Fördergelder entstanden ein Umgehungsgerinne am Wehr und ein Fischauf-/abstieg am Standort der Wasserkraftanlage, so dass man praktisch nur eine Genehmigung einholen und eine Turbine einbauen muss. Das ist ein Beispiel vorausschauender Energie- und Umweltpolitik.

    Schade, dass sich nun der LINKE Propagandapparat dahinstellt und so tut, als würde man das Rad neu erfinden. Traurig, dass sich ein kompetenter Bürgermeister wie Klaus Bohl (Freie Wähler) dermaßen für kommunistische Propaganda instrumentalisieren lässt.

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