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Weniger Firmenpleiten in der Wartburgregion

Auch in den ersten Monaten des Jahres 2015 ist die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen rückläufig. Eine Tendenz, die nach Angaben der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt seit Jahren beobachtet werden kann und auch auf den Wartburgkreis und die kreisfreie Stadt Eisenach zutrifft. „Gab es vor fünf Jahren im Wartburgkreis laut dem Landesamt für Statistik 46 Unternehmensinsolvenzen wurden 2014 nur halb so viele Fälle registriert. 20 Unternehmensinsolvenzen gab es 2009 in Eisenach, fünf Jahre später (2014) waren es 14“, informiert Stefan Fricke, Leiter der Regionalen Service-Center Bad Salzungen und Eisenach.

Dieser erfreuliche Trend hat verschiedene Ursachen:

Neben der stabilen Konjunktur der letzten Jahre tragen die gegenwärtig günstigen Finanzierungsbedingungen mit Niedrigzinsen zu der positiven Entwicklung bei

merkt Stefan Fricke an. Hinzu komme, dass die Unternehmen ihre Hausaufgaben gemacht und die Eigenkapitaldecke erhöht hätten. Die Mehrzahl der Betriebe befände sich in einer guten Verfassung mit einer kontinuierlich wachsenden Kapazitätsauslastung.

Umso unverständlicher ist es für die IHK Erfurt, dass die Insolvenzabgabe an diese positive Entwicklung nicht angepasst worden ist. Die Firmen müssen weiterhin eine Abgabe in Höhe von 0,15 Prozent der gezahlten Löhne leisten. „Diese Insolvenzabgabe saldiert sich für die deutsche Wirtschaft allein im Jahr 2014 auf rund 1,3 Milliarden Euro“, gibt der RSC-Leiter zu bedenken. Die Umlage dient dazu, Mittel für die Zahlung des Insolvenzgeldes aufzubringen, wenn Arbeitnehmer im Falle einer Pleite keinen Lohn mehr erhalten. Angesichts des derzeitigen positiven Trends wird allerdings rund die Hälfte des über die Insolvenzumlage gesammelten Geldes nicht benötigt. Deshalb sollten die Betriebe, welche die Umlage allein finanzieren, auch davon profitieren. Eine Absenkung wäre daher nur konsequent und könnte die Unternehmen weiter entlasten, fordert die Industrie-und Handelskammer Erfurt.

Steffen E. | | Quelle:

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