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„Wir sind viele – wir sind eins“ – Gewerkschaften rufen zum 1. Mai in Eisenach auf

Internationale Kampf- und Feiertag der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer steht im Zeichen sozialer Gerechtigkeit

Jürgen Putzke, Vorsitzender des DGB-Eisenach/Wartburgkreis, ruft zur 1. Mai-Kundgebung in Eisenach auf und erläutert, worum es geht:

Im Vordergrund stehen soziale Gerechtigkeit und der Zusammenhalt der Gesellschaft. Bei der kommenden Bundestagswahl wird der Kurs der nächsten Jahre festgelegt. Nur mit anständigen Löhnen und einem sofortigen Kurswechsel in der Rentenpolitik wird gewährleistet, dass heute und in Zukunft alle im Alter würdig leben können. Weil es um Gerechtigkeit geht, kämpfen wir für mehr Betriebe, in denen die Beschäftigten mitbestimmen und die Arbeit tariflich bezahlt wird. Tarifverträge sind das beste Mittel gegen prekäre und unberechenbare Arbeitsverhältnisse.

Mit der Novellierung des Thüringer Vergabegesetzes muss die Praxis beendet werden, dass der Billigste den Zuschlag bei öffentlichen Aufträgen erhält. Indem die Auftragsvergabe an Tariftreue und betriebliche Mitbestimmung gebunden wird, verhindern wir, dass mit Steuergeldern Unternehmen subventioniert werden, die auf Kosten ihrer Beschäftigten den anständigen Arbeitgebern die Aufträge wegschnappen.

Die Eisenacher 1. Mai-Demonstration startet um 10:00 Uhr vom Bahnhofsvorplatz und führt durch die Innenstadt zum Markt. Dort beginnt um 10:45 Uhr die traditionelle 1. Mai-Kundgebung. Nach der Eröffnung durch den stellvertretenden Kreisvorsitzenden des DGB Eisenach/Wartburgkreis, Michael Lemm, sprechen der Thüringer Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Kai Christ, und die Thüringer Arbeits- und Sozialministerin, Heike Werner.

Auf dem Markt wird es Angebote für Groß und Klein mit einer Spiel- und Bastelstraße, diversen Überraschungen, Musik und Angeboten von Gewerkschaften, Parteien und Eisenacher Vereinen geben. Natürlich ist für das leibliche Wohl gut gesorgt.

Das gewerkschaftliche 1. Mai-Motto des Jahres 2017 lautet: „Wir sind viele, wir sind eins.“ Es mache deutlich, dass in den DGB-Gewerkschaften ganz unterschiedliche Menschen organisiert sind, die Solidarität leben und gemeinsam für mehr soziale Gerechtigkeit sowie eine Gesellschaft kämpfen, die die Würde der Menschen auch in der Arbeitswelt respektiere und schützte. „Wir sind viele, wir sind eins!“ bedeute aber auch eine klare Ansage an die Feinde der Demokratie: Ihr werdet uns nicht spalten, denn die Kolleginnen und Kollegen der DGB-Gewerkschaften stehen ein für Menschenwürde und eine offene, mitmenschliche Gesellschaft, erläutert Michael Lemm. Er lädt im Namen des DGBs Eisenach/Wartburgkreis alle, die die gewerkschaftlichen Ziele teilen, diskutieren, sich informieren oder einfach mal gucken wollen, herzlich zur 1. Mai-Demonstration- und Kundgebung ein.

Andrea T. | | Quelle:

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  • JoDo

    „Nur mit (…) einem sofortigen Kurswechsel in der Rentenpolitik wird gewährleistet, dass heute und in Zukunft alle im Alter würdig leben können.“ – Dann sorgt mal auch schön selbst vor für Eure Renten, Ihr (demnächst) Alten. Denn wir (Jungen) werden bald gar nicht so viel arbeiten können, wie wir für die üppigen Wahlkampfversprechen, die jetzt wieder inflationär verbreitet werden, bezahlen müssten.

    • Felix Berg

      Ich war so frei gestern etwas über die neuerliche Gewerkschaft zu schreiben, scheint aber untergegangen zu sein. Jodo, da gebe ich Ihnen recht, es muss bei den Renten etwas passieren ohne das Generationen gegeneinander ausgespielt werden, was gerade ein Steckenpferd der Politik ist. Von dem Gegenspieler Gewerkschaft kommt aber nichts ( vereinbartes still halten?) und die Christlichen tanzen beim Wort Geld den Antichristen. Ganz hart trifft dies auf die neuen Länder zu. Von 1000 Beschäftigten wurden rund 75 weiter beschäftigt, der überwiegende Teil kam in den Vorruhestrand, Kurzarbeit 0 oder ab in die Arbeitslosigkeit. Bürger unter 40 konnten wurden mit Wonne in den alten Ländern willkommen geheißen. Der noch immer große Rest lebt seither ( trotz guter Ausbildung) vom Amt. Gewerkschaftliche Vertretung all dieser Bürger = 0. Nun will man ohne Rücksicht auf dieses Ereignis des Wandels einer Gesellschaft die Bürger der neuen Länder so stellen als hätte es das alles nicht gegeben. Wieder schweigen der Gewerkschaften. Auch bei der Globalisierung der EU zur Wirtschaftsunion haben die Gewerkschaften keinen Gedanken daran verschwendet auf eine einhergehende Sozialunion zu drängen, Europäische Völkerwanderungen wären uns so erspart geblieben. Nun kommt der nächste Schlag, die Vollautomatisierung ( genannt 5.0), da kommt Angst auf und von daher verhalten sich die Bürger wie einst beim Schneider von Ulm. Die Politik stellt keine Weichen zum Bürgerwohl und wen verwundert es noch, die Gewerkschaften auch nicht, im Gegenteil, sie propagieren als Tarnung den Facharbeitermangel, gemeint sind aber real einzig Lehrlinge und Praktikanten zum Förder.- oder 0 Tarif. Sieht etwa die Politik mit Duldung der Gewerkschaft einen Ausweg darin das seit einiger Zeit immer mehr und häufiger medizinische Produkte nicht vorhanden sind die nun einmal mehr von Älteren als Jüngeren gebraucht werden?

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