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Abschluss Projekt „Bildungskoordination für Neuzugewanderte“

am Mittwoch, den 28. April, unterzeichneten die Sprachkursträger der Stadt Eisenach, Vertreter*innen der Stadtverwaltung sowie weitere Partner eine Kooperationsvereinbarung. Ziel ist es, das Angebot von Sprachkursen für neuzugewanderte Menschen zu verbessern und aufeinander abzustimmen. „Ich freue mich, dass wir damit unsere gute Zusammenarbeit dokumentieren“, würdigt Ingo Wachtmeister, Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Stadtentwicklung diesen Anlass.

Die Kooperationsvereinbarung gilt als Abschluss des Projektes „Bildungskoordination für Neuzugewanderte“, das seit dem Jahr 2017 in Eisenach verfolgt wird. Unter der Federführung der Stabsstelle Soziale Stadt wurden in enger Abstimmung mit dem Integrationsmanagement der Stadt Eisenach Maßnahmen zur Integration geflüchteter Menschen erarbeitet. Die Zusammenarbeit der Sprachträger verankerte der Stadtrat bereits im vergangenen Jahr, als das Integrationskonzept „Integration durch Teilhabe – Teilhabe durch Integration“ beschlossen wurde.

Zugewanderte in Alltagssprache und Berufssprache schulen
„Ich freue mich, dass auch das Jobcenter und die Agentur für Arbeit die Vereinbarung unterzeichnet haben“, betont Wachtmeister. So könne Zugewanderten der Berufseinstieg erheblich erleichtert werden. Allen Kooperationspartnern ist gemein, dass sie die bestmögliche Sprachförderung, die auf die individuellen Lernvoraussetzungen der Teilnehmer*innen abgestimmt sind, erreichen möchten.

Vereinbart wurden regelmäßige Treffen viermal jährlich, bei der sich die Sprachkursträger und ihre Partner abstimmen. Schulungen der Mitarbeitenden – etwa zu den Themen Ausländerrecht, interkulturelle Kompetenz und Methoden der Sprachvermittlung – wurden festgeschrieben. Unter Einbeziehung der Schulen wollen die Sprachkursträger auf Schulabgänger*innen ohne ausreichende Sprachkenntnisse zugehen mit dem Ziel, zukünftig einen Integrationskurs für Jugendliche anzubieten.

Zahlen und Fakten
Die Integrationskursstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge weist für das Jahr 2019 für Eisenach folgende Daten aus: Insgesamt wurden 140 Teilnahmeberechtigungen ausgestellt. In diesem Zeitraum wurden acht Kurse in Eisenach begonnen und elf beendet. 125 neue Teilnehmer*innen haben einen Sprachkurs begonnen, 200 beendeten ihren Kurs. Die Differenz zwischen Teilnehmenden und Kursaustritten ergibt sich aus der Planung der Kurse, denn einige Kurse werden über zwei Jahre durchgeführt.

Ziel der Kurse ist es, die Integration und gesellschaftliche Teilhabe von Zugewanderten zu fördern. Neben dem allgemeinen Integrationskurs werden spezielle Kurse angeboten, unter anderem Integrationskurse mit Alphabetisierung, für Zweitschriftlernende, für Frauen, für Eltern oder junge Erwachsene. Zusätzlich gibt es die berufsbezogene Deutschförderung, die wiederum in Basis- und Spezialkurse unterteilt ist. Aktuell finden viele Kurse aufgrund der Pandemie nur online statt. Die Sprachkursträger wünschen sich aber, ihre Schüler*innen bald wieder persönlich im Unterricht begrüßen zu können.

Folgende durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zugelassene Sprachkursträger haben die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet:

  • IWM Gesellschaft für Internationale Wirtschaftsförderung und Management mbH
  • NaturFreunde Thüringen e.V.
  • Sprache und Bildung Hessen und Thüringen GmbH
  • Volkshochschule Eisenach (-Wartburgkreis)
  • Ziola GmbH

Weitere Partner sind:

  • Agentur für Arbeit Suhl, Geschäftsstelle Eisenach
  • Caritasregion Südthüringen
  • Diako Thüringen gGmbH, Migrationserstberatung
  • Jobcenter Eisenach
  • Stadtverwaltung Eisenach
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