Auszeichnung für gelebte Kinderrechte: Zweiter Platz des Barbara-Schadeberg-Preises geht an Evangelische Grundschule Eisenach „Katharina von Bora“

Bildquelle: © Evangelische Schulstiftung
Die Barbara-Schadeberg-Stiftung würdigt alle drei Jahre herausragende Beispiele evangelischer Schulen und Internate, die durch eigenständige Konzepte Impulse für das evangelische Schulwesen und die Bildungsdebatte setzen. In diesem Jahr stand die Verankerung von Kinder- und Menschenrechten im Schulalltag im Mittelpunkt.
Mit ihrem Beitrag „Schule in Kinderrechten denken – Evangelische Schule als Lebensraum der Mitverantwortung“ überzeugte die Evangelische Grundschule Eisenach „Katharina von Bora“ das Expertenteam aus Wissenschaft, Schulpraxis und Schulverwaltung. Die Jury lobte insbesondere, dass Kinderrechte seit vielen Jahren zum Kern des schulischen Selbstverständnisses gehören.
Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury vom Kinderparlament, in dem gewählte Schülerinnen und Schüler aller Klassen regelmäßig zusammenkommen, um ihre Ideen, Wünsche und Sorgen zu besprechen, gemeinsam Andachten vorzubereiten und auch über den Einsatz eines eigenen, in einem Spendenlauf erarbeiteten Budgets, verfügen. Kinderrechte sind nicht nur Unterrichtsthema, sondern werden auch bei Festen, Projekten und im täglichen Miteinander aktiv gelebt.
Schulleiterin Manja Güldenpfennig freut sich über die Auszeichnung: „Die Kinderrechte sind an unserer Schule mehr als ein Thema – sie sind Fundament und Kompass. Sie prägen unser Profil, unser Miteinander und das Lernen in allen Bereichen. Darauf sind wir stolz.“
Die Trägerin der Schule, die Evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland St. Johannes, würdigt das herausragende und profunde Engagement von Manja Güldenpfennig und spricht ihr großen Dank – unter anderem für die Etablierung und Organisation des Schülersprecherforums aller evangelischen Stiftungsgrundschulen – aus.
Dr. Christiane Schenk, Leiterin der Abteilung Pädagogik und Schulentwicklung der Evangelischen Schulstiftung, wertet die Auszeichnung als deutlichen Rückenwind in der Umsetzung ihres Auftrags: „Kinder- und Menschenrechte zu stärken, im Bewusstsein zu verankern und als Handlungsmaßstab zu begreifen, gehört zum Kern unseres christlichen Bildungs- und Erziehungsauftrags. Deshalb bekennen wir uns als Trägerin dazu und möchten unsere Stiftungsschulen dazu ermutigen, Kinderrechte in ihre Schulkonzepte zu integrieren und im Schulalltag mit Leben zu füllen.“
Die Schulstiftung verfolgt das Ziel, bis 2027 ein kinderrechtsbasiertes Gewaltschutzkonzept auf Trägerebene zu entwickeln. Begleitet wird der Prozess vom Kinderrechtsexperten Prof. Dr. Jörg Maywald. Das Konzept soll verbindliche Prozesse schaffen, die alle Schulen in der Wahrung von Kinderrechten stärken. Daran arbeiten Schulleitungen, die Abteilungen Personal, Recht und Schulentwicklung sowie die Kinderschutzbeauftragten systematisch zusammen. Einrichtungsspezifische Konzepte zum Schutz vor sexualisierter Gewalt wurden bereits an allen Stiftungsschulen entwickelt und eingeführt.
Die Evangelische Grundschule Eisenach „Katharina von Bora“ (www.ev-grundschule-eisenach.de) befindet sich in Trägerschaft der Evangelischen Schulstiftung in Mitteldeutschland St. Johannes. Aktuell leben und lernen knapp 190 Schülerinnen und Schüler an der vollgebundenen, evangelischen Grundschule. Im Mittelpunkt der Bildungsarbeit steht die ganzheitliche und vielseitige Persönlichkeitsentwicklung der Kinder. Dabei spielen die Themenbereiche Demokratie, Gesundheit und Medien eine zentrale Rolle.
Die Evangelische Schulstiftung (www.schulstiftung-ekm.de) ist Trägerin von 42 Bildungseinrichtungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – darunter 19 Grundschulen, zwei Regelschulen, drei Sekundarschulen, sechs Gymnasien, eine Gemeinschaftsschule, Horte und Kindergärten. Aktuell werden über 7.360 Schülerinnen und Schüler von fast 1.000 Kolleginnen und Kollegen unterrichtet und betreut.

