Der Geist der Heiligen Elisabeth weht weiter durch das Haus

Elisabeth-Gymnasium betrieb beim Tag der offenen Tür beste Werbung in eigener Sache

Mit dem Leitspruch „Per aspara ad astra“ (mit Mühe zu den Sternen) eröffnete der damalige Schulleiter Gerhard Sippel am 2. September 1991 das erste Schuljahr am neuen Elisabeth-Gymnasium. Es war der Beginn einer bemerkenswerten Entwicklung, hin zu einer anerkannten, modernen, liberalen Schule, die ihren Schülern vielfältige Bildungsmöglichkeiten in den Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, den Sprachen und den musisch-künstlerischen Fächern eröffnet.

Die Seele des Hauses, das sind die Werte für die Elisabeth von Thüringen und Hessen einst einstand. Der Geist der Heiligen Elisabeth weht auch noch heute durch das Haus in der Eisenacher Nebestraße. Humanismus, abgeleitet vom lateinischen Wort „humanitas“ (Menschlichkeit) steht für die Würde jedes einzelnen Menschen. Egal welcher Nationalität, Hautfarbe oder Religion. Das gehört zum Leitbild des Elisabeth-Gymnasiums.

Ein respektables Miteinander und Akzeptanz sind die Grundlagen unserer Schulstruktur, Wir legen Wert auf eine Atmosphäre des Vertrauens und der Offenheit. Demokratisches Unterrichten, Sprechern und Handeln sind die Grundlage der Gestaltung unseres Schullebens, heißt es in diesem Leitbild.

© Th. Levknecht
Gerhard Sippel (2.v.l.), einstiger Schulleiter des Elisabeth-Gymnasiums und ehemaliger Präsident des ThSV Eisenach, mit den aktuellen Bundesliga-Handballern Willy Weyhrauch, Dustin Kraus und Bastian Freitag (v.l.).

Gerhard Sippel, bis 2008 Schulleiter, ihm folgten Roswitha Becker (2006 bis 2018) und Tino Nazareth (2018 bis Februar 2023), inzwischen im Förderverein der Schule engagiert, besuchte „seine“ Schule natürlich auch zum diesjährigen „Tag der offenen Tür“. Sein erster Weg führte ihn ins Schulleiterzimmer. Hier traf er auf Matthias Bückert, seit Ende Oktober des Vorjahres der Schulleiter des Elisabeth-Gymnasiums. Der aus Bayern stammende Pädagoge, seit 2000 im Thüringer Schuldienst, einige Jahre als Fachberater für Deutsch in der Mongolei, freute sich über ein von Besuchern wimmelndes Haus zum „Tag der offenen Tür“.

© Th. Levknecht
Im Englischkabinett: Marisa Marchio aus der 7. Klasse und ihr kleiner Bruder beim Wissensquiz.

Viele Grundschüler waren mit Eltern und Großeltern gekommen, um mal das Innenleben jener Schule zu begutachten, die sie vielleicht demnächst ab Klasse 5 besuchen. Das Thüringer Schulsystem hat die Kriterien für eine Aufnahme ins Gymnasium festgeschrieben: in Mathematik, Deutsch sowie Heimat- und Sachkunde sind eine Zwei oder besser auf dem Zeugnis die Grundvoraussetzung. Ausnahmen bestätigen die Regel. Die Durchlässigkeit in Thüringen erlaubt zudem auch einen späteren Wechsel zum Gymnasium. Matthias Bückert rechnet mit 80 bis 90 Neuanmeldungen für eine Dreizügigkeit.

Zu den Schnuppertagen am 1. und 2. Februar konnten wir bereits 100 interessierte Schüler begrüßen, berichtet der Schulleiter.

Das Elisabeth-Gymnasium betrieb am „Tag der offenen Tür“ beste Werbung in eigener Sache. Matthias Bückert und alle Lehrer standen zum persönlichen Gespräch zur Verfügung. Das persönliche Gespräch steht bei vielen in der Wertigkeit vor der Internet-Kommunikation. Die Schüler selber informierten und luden zum Mitmachen in den Fachkabinetten ein. Ehemalige Schüler nutzten diesen Tag traditionell, um ihrer „alten Schule“ einen Besuch abzustatten.

© Th. Levknecht Fachlehrer
Jörg Kleinsteuber beim Experimentieren im Physikkabinett.
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Vielfältig war das Angebot zum „Tag der offenen Tür“. Gleich im Foyer waren Bundesliga-Handballer vom Kooperationspartner ThSV Eisenach anzutreffen. Willy Weyhrauch, Dustin Kraus und Bastian Freitag schrieben Autogramme, verteilten Souvenirs, plauschten mit den Besuchern, informierten aber auch über das Training in den verschiedensten Altersgruppen und die Möglichkeit eines „Freiwilligen Sozialen Jahres“ beim ThSV Eisenach. Um aus attraktiven ThSV-Präsenten auswählen zu können, wurden gern – das natürlich freiwillig – 10 Liegestütze gemacht. Sportlehrer und Leichtathletiktrainer Peter Grüneberg hatte da keine Mühe.

© Th. Levknecht
Sportlehrer Peter Grüneberg erfüllte mit Leichtigkeit die freiwillige Liegestütze-Norm, um aus dem reichhaltigen Souvenirangebot des ThSV Eisenach zu wählen.

Auf dem iPad konnte per memrise (Plattform, auch App, zum Vokabellernen) Englisch geübt werden. Was mit Wasserdampf möglich ist, war im Chemiekabinett zu erleben. Experimentieren mit Fachlehrer Jörg Kleinsteuber im Physikkabinett war ein Renner. Digitales Lernen im Fach Deutsch, die Fremdsprachen Französisch und Latein, Geografie zum Kennenlernen mit Memorys, Kartenpuzzle und Wissenswertes zu unseren Bundesländern und Europa, ein Quiz über Eisenach, Darstellen und Gestalten, Get to know the English language und vieles mehr stand auf dem Programm. Bei der Chorprobe konnten die Besucher mitsingen.

© Th. Levknecht
Experimentieren mit Wasserdampf.

Ein Geräteparcours wartete in der Turnhalle. Der im Hause beheimatete und für jedermann offene WAK-Lab lud die jungen Besucher ein, beim Löten eines kleinen Roboters mit LEDs ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und unter dem Mikroskop zu begutachten. Auch die Amateurfunker waren dabei. Auf dem Gelände des Gymnasiums wurde ein kleiner Funksender versteckt, der mit Hilfe eines Peilsenders zu suchen war. Zum nahenden Sommergewinnsfest konnten die Festschrift und andere Fanartikel im Haus erworben werden. Leckeren Kuchen gab es in der Cafeteria.

© Th. Levknecht
Das Sommergewinnsfest naht: Die Festartikel zum größten deutschen Frühlingsfest wurden auch zum „Tag der offenen Tür“ des Elisabeth-Gymnasiums angeboten.

Partnerschaftsanfrage aus Sedan

Bei uns wird eine grundsolide Ausbildung geboten, unterstreicht Matthias Bückert.

Der musisch-künstlerische Zweig soll intensiviert werden. Der neue Schulleiter möchte das Profil schärfen, damit auch die Attraktivität erhöhen. Das Aufleben alter Schulpartnerschaften und das Entstehen neuer hat er beispielsweise auf der Agenda. Zu den Projekttagen weilten Gäste einer Schule aus Eisenachs Partnerstadt Sedan im Haus. Nun liegt eine offizielles Partnerschaftsanfrage vor.

© Th. Levknecht
Matthias Bückert (2.v.l.), der neue Schulleiter, mit den ThSV-Bundesligaspielern Willy Weyhrauch, Dustin Kraus und Bastian Freitag sowie Praktikantin Celina König.

Ausbau Kellergeschoss soll beginnen

Derzeit lernen 475 Schüler am Elisabeth-Gymnasium. Durch Planungsgeschick und Einsatzbereitschaft können alle vorgeschriebenen Unterrichtsstunden abgesichert werden. Das Haus ist voll ausgestattet mit Digitalisierung, in jedem Klassenzimmer befindet sich ein Bildschirm. Der schon lange existierende Plan, des Ausbaus des Kellergeschoßes entlang der Nebestraße, soll nun endlich Realität werden. Neben der Grundsanierung von drei Klassenzimmern könnte hier eine Mensa und eventuell auch ein Kiosk entstehen. Matthias Bückert ist guter Dinge.

Die Anmeldewoche vom 07.03.-13.03.2024:
Donnerstag (07.03.2024): 08:00 – 17:00 Uhr,
Freitag (08.03.2024): 08:00 – 14:00 Uhr,
Samstag (09.03.2024): 09:00 – 12:00 Uhr: Nur nach vorheriger, tel. Vereinbarung!
Montag (11.03.2024): 08:00 – 15:00 Uhr,
Dienstag (12.03.2024): 08:00 – 15:00 Uhr,
Mittwoch (13.03.2024): 08:00 – 15:00 Uhr

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