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Gedenken an das Kriegsende vor 76 Jahren

„Wir können die Vergangenheit nicht ungeschehen machen. Aber wir können und wir müssen aus ihr lernen. Ich sehe es als unsere Pflicht an, aus der Geschichte, aus der Zeit der tiefsten Schande unseres Landes, zu lernen. Wir, die Nachgeborenen, die Vertreter eines anderen, eines demokratischen Deutschlands, werden nicht zulassen, dass Unrecht und Gewalt, dass Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in unserem Land jemals wieder eine Chance bekommen. Ich verneige mich vor den Opfern und ihren Angehörigen.“

Diese Zitate stellte der Hauptamtliche Beigeordnete der Stadt Eisenach, Ingo Wachtmeister, an den Beginn seiner Gedenkworte beim heutigen Erinnern an das Kriegsende. Zum 76. Mal jährte sich am heutigen 8. Mai das Ende des Zweiten Weltkrieges. Dieser Tag ist in Thüringen ein offizieller Gedenktag. Ingo Wachtmeister und Michael Lemm vom Deutschen Gewerkschaftsbund Eisenach/Wartburgkreis gedachten gemeinsam den Opfern des Zweiten Weltkrieges und legten an der Gedenkstätte für die dort beerdigten sowjetischen Soldaten auf dem Eisenacher Friedhof einen Kranz nieder.

„Der 8. Mai ist kein Tag wie jeder andere, der 8. Mai ist der Tag der Befreiung. Er markiert das Ende eine der dunkelsten Zeiten Deutschlands und es ist unsere Aufgabe daran zu erinnern und jenen, die für diese Befreiung ihr Leben gaben, zu gedenken“, sagte Michael Lemm.

Gemeinsam bekräftigten die beiden, dass gerade in einer Zeit wie dieser, in der die Menschen eine bisher nicht bekannte Ausnahmesituation aufgrund der Corona-Pandemie erleben, in der aus Gründen des Infektionsschutzes Grundrechte vorübergehen ausgehebelt werden müssen, es wichtig ist inne zu halten. Sie appellierten sorgsam darauf zu achten, wem man folgt und wachsam zu sein, wer die Demokratie und Mitmenschlichkeit lebt und verteidigt.

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