Anzeige

Gemeinschaftsschule in Stadtlengsfeld

Längeres gemeinsames Lernen ist mit Beginn des neuen Schuljahres in der kommenden Woche, nun auch im Wartburgkreis möglich.

Über 80 Prozent der Menschen in der Region begrüßen diese Schulform, doch erst für das Schuljahr 2022/23 ist es endlich Realität geworden., so Anja Müller (Landtagsabgeordnete DIE LINKE).

Das war Anlass um gemeinsam mit dem Thüringer Fraktionsvorsitzenden Steffen Dittes (LINKE) der Gemeinschaftsschule und dem Kollegium einen Besuch abzustatten. Die beiden Abgeordneten informierten sich über die Vorbereitungen zum Schulstart.

Natürlich, so Müller weiter, wurde auch über fehlendes Lehrpersonal gesprochen und über die Erfahrungen mit Seiteneinsteigern aus dem wirtschaftlichen Bereich, welche das Kollegium bsp. im Werkunterricht abdecken können.

Die Erfahrungen mit Seiteneinsteigern bewertete der Direktor der neuen Gemeinschaftsschule als durchweg positiv. Aber es erfordert immer wieder eine hohe Vernetzungsarbeit der engagierten Lehrerinnen und Lehrer.

Die Kreisverwaltung informierte bei diesem Besuch, dass diese plane auch an den Schulen 15 % Energien einzusparen und über Schließung von Räumlichkeiten nachgedacht wird. Das findet keine Zustimmung bei den LINKEN Landtagsabgeordneten. Gab es doch genau am gleichen Tag einen Brief des Bildungsministeriums an alle Schulen, wo der Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport Helmut Holter noch einmal deutlich machte, dass Schulen von der durch die Bundesregierung festgelegten Energieeinsparungen in öffentlichen Gebäuden, ausgenommen sind.

Die Kinder haben schon zwei extreme Schuljahre hinter sich, lassen wir ihnen gerade in der jetzigen Zeit, wo Familien so stark belastet sind wie seit den 70iger Jahren nicht mehr, die Schule als Raum zum wohl und sicherfühlen, so die Linken Politikern Müller. Daher ist die Aufforderung ganz klar, keine Räume dürfen geschlossen werden.

Ebenfalls nahmen die beiden Abgeordneten eine Hausaufgabe der Schulverwaltung mit. Diese informierte, dass mit der Bildung der Gemeinschaftsschule, diese nun aber aus der Zuordnung der Schulbezirke herausfallen würde. Die Eltern werden also künftig darüber informiert, dass die für den Schulbezirk zuständige Schule eine andere ist als die Gemeinschaftsschule. Da die Fraktion DIE LINKE in Thüringen und auch der Thüringer Bildungsausschuss gerade über ein neues Schulgesetz diskutieren, wurde diese Hausaufgabe umgehend an den Bildungspolitiker weitergegeben.

Denn eines ist doch klar, die Gemeinschaftsschule mit dem längeren gemeinsamen lernen ist ein Erfolgsmodell gerade für die Schülerinnen und Schüler. Die Gemeinschaftsschule, in der alle Kinder und Jugendlichen länger gemeinsam lernen, verringert nachgewiesen die Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft. Sie wird mehr Schülerinnen und Schülern zu Bildungserfolgen und höheren Schulabschlüssen führen, so die Linken Abgeordneten.

Abschließend wünschen die Abgeordneten dem Lehrerkollegium alles erdenklich Gute für den Start der Gemeinschaftsschule.

Anzeige
Top