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Kein Vergeben! Kein Vergessen!

Schüler des Elisabeth-Gymnasiums Eisenach erinnerten an den Holocaust

Die Erinnerung ist wie das Wasser: Sie ist lebensnotwendig und sie sucht sich ihre eigenen Wege in neue Räume und zu anderen Menschen, Sie ist immer konkret: Sie hat Gesichter vor Augen und Orte, Gerüche und Geräusche, Sie hat kein Verfallsdatum und sie ist nicht per Beschluss für bearbeitet oder für beendet zu erklären.

Mit diesem Zitat vom Holocaust-Überlebenden Noach Flug begann Valeria Kuznetsov, die Schülersprecherin, das Holocaust-Gedenken im Elisabeth-Gymnasium Eisenach, ihre einleitenden Worte. Sie erinnerte an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 74 Jahren. „Seid wachsam“, „Rassismus“, „Angst“, „Ignoranz“, „Unmenschlichkeit“ prangten gemeinsam mit den Namen der Konzentrationslager auf einer Tafel im Foyer. Valeria Kuznetsov erinnerte an die Grausamkeiten, die nicht annähernd mit Worten zu beschreiben seien.

Obgleich Erinnern weht tut, obgleich es Entsetzen auslöst und obgleich es uns Verstummen lässt, wobei uns zum Aufschreien wäre; aber es ist schlichtweg unverzichtbar. Und wir müssen unsere Stimmen erheben. Nicht, um zu schreien. Nein, um für jene zu sprechen, die ihrer Stimme beraubt wurden, führte die Schulsprecherin aus und nahm Bezug auf die Gegenwart.

Jeder Form des Fremdenhasses müsse entgegengewirkt werden.

Wir, mit unseren 14, 15, 16 Jahren tragen keinerlei Verantwortung für den Holocaust, aber es liegt in unserer Hand dafür zu sorgen, dass es keine Wiederholung der Zustände zu Zeiten der NS-Periode gibt. Kein Vergeben! Kein Vergessen!, betonte Valeria Kuznetsov.

Der Mittelstufenchor unter Leitung von Gabriele Scharfenberger sang „The night does not end“, ein Lied aus den Ghettos und Lagern. Jacob Stelzner interpretierte am Cello und Susan Unger interpretierten ein Lied aus Schindlers Liste. Es wurde ganz ruhig. Auch, als Jonas Gehrlein und Ariane Eisenhuth von Felix Pietschmann verfasste ganz persönliche Gedanken vom Besuch im KZ Auschwitz vortrugen.

Wir als Deutsche müssen aus der Geschichte lernen, war das einhellige Credo.

Gerade oder insbesondere heute! Sicher auch ganz im Sinne der Namenspatronin der Schule!

Andrea T. | | Quelle:

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