Anzeige

„Make Your School“

Eigenständig elektronische Lösungen für Probleme an der eigenen Schule entwickeln – das ist die Idee hinter dem Projekt „Make Your School“.

Schülerinnen und Schüler erhalten auf diese Weise die Möglichkeit, sich im technisch-informatischen Bereich auszuprobieren, indem sie mit Hilfe von Mentoren selbstständig elektronische Problemlösungen entwickeln. In der letzten Woche nahm die Klassenstufe zehn des Johann-Gottfried-Seume-Gymnasiums Vacha an dem viertägigen Projekt teil. Nachdem zunächst Verbesserungsmöglichkeiten an der Schule ausgemacht wurden, arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Teams drei Tage lang an ihrem „Prototypen“. Am letzten Freitag, dem vierten Projekttag, fand dann die Abschlusspräsentation statt, bei der die Schüler ihre Entwicklungen vorführten.

Das Projekt existiert erst seit einigen Jahren und wurde von der Organisation „Wissenschaft im Dialog“ ins Leben gerufen. Förderung erhält dieses Projekt bundesweit von der Klaus Tschira-Stiftung. Ziel ist es, Jugendliche an den technisch-informatischen Themenbereich heranzuführen und den Respekt vieler gegenüber der Informatik sowie dem Programmieren abzubauen. Während des Projektes stehen den Schülergruppen Mentoren zur Seite. Bei diesen handelt es sich meist um Studenten oder junge Freiberufler aus unterschiedlichen Fächern, wie Mathematik, Informatik, Maschinenbau, Medien, Design etc.

In Thüringen wird das Projekt vom Verein witelo e.V. aus Jena durchgeführt. Witelo steht als Abkürzung für wissenschaftlich-technische Lernorte. Frau Dr. Birgit Pauly hat die Projekttage der zehnten Klassen des Gymnasiums Vacha mit ihrem Mentoren-Team betreut. Ihrer Ansicht nach wird den Schülerinnen und Schülern durch „Make Your School“ eine niedrigschwellige Herangehensweise geboten, sodass sich jeder ausprobieren kann. Wohl gemerkt gibt es das Fach Informatik als Pflichtfach in Thüringen nicht. Allenfalls kann es als Wahlpflichtfach belegt werden.

Am dritten Tag des Projekts besuchten der Thüringer Landtagsabgeordnete Martin Henkel und der Bürgermeister der Stadt Vacha Martin Müller die Klassenstufe zehn. Interessiert sahen sich beide die Ideen der Schüler an und ließen sich den Ablauf der Projekttage erklären.

Besonders in Hinblick auf immer weiter voranschreitende Zukunftstechnologien muss es gelingen, junge Menschen für die MINT-Fächer zu begeistern. Projekte wie diese leisten einen wichtigen Beitrag, um Jugendliche mit dem informatisch-technischen Themenfeld vertrauter zu machen, betonte Martin Henkel.

Text: Lukas Meier

Anzeige
Top