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Neugierig und aufgeschlossen der Welt stellen!

Abiturfeier des Elisabeth-Gymnasiums im traumhaften Ambiente der Wartburg

Mit dem heutigen Tag steht Ihnen die Welt offen. Eine Welt, der Sie sich fortan allein stellen müssen. Bisher konnten Sie sich darauf verlassen, dass Ihnen ihre Eltern, Großeltern aber auch Lehrer behilflich waren, wenn es galt, den rechten Weg zu gehen. Es wird Ihnen sicherlich nicht immer geschmeckt haben, was Ihnen vorgesetzt wurde. Sicherlich! Nun aber versorgen Sie sich selbst. Das ist Chance und Herausforderung zugleich, erklärte Tino Nazareth, der Schulleiter des Elisabeth-Gymnasiums Eisenach, zur Abiturfeier im Palas auf der Wartburg.

Ihr Reifezeugnis erhielten 55 Abiturienten des Elisabeth-Gymnasiums. In schöner Tradition wurden auch 8 Abiturienten der Waldorfschule im Rahmen dieser festlichen Veranstaltung ihr Reifezeugnis übergeben.

Überaus nachdenkenswerte Worte richtete Tino Nazareth sicherlich nicht nur an die Abiturienten sondern an alle Gäste im Palas.

Mit dem Gedanken an das neue Jahrtausend gab es Hoffnung, dass etwas völlig Neues erwächst. Etwas, das nie dagewesen ist. Es ist der Wunsch nach grenzenloser Freiheit, nach unbändigem Willen, etwas Neues zu schaffen. Befreit von alten Fesseln. Das klingt nach wilder Party, Instagram-Exzessen, Youtube-Chanel und ein Bemessen von Bedeutung an der Frage: Hab` ich die meisten Follower? Sicherlich Maßstäbe, die nicht unbedeutend sind. Doch es wäre schön, wenn heute Abend eine Generation ihre Reifezeugnisse erhält, die sich in der Verantwortung ihrer selbst neugierig und aufgeschlossen der Welt stellt. Bleiben Sie offen für Fremdes, bewahren Sie tief im Herzen auch den Gedanken an Ihre Herkunft. Trauen Sie sich kritisch zu sein. Es ist sicherlich gerade heute nicht immer einfach, Unsinn und Lüge zu erkennen. Vielleicht hilft hier der Rat des englischen Journalisten Joseph Pulitzer: Eine Nachricht ist erst dann eine Nachricht, wenn der zweite Blick den ersten bestätigt.

Einfühlsam und emotional zugleich: die „Dankesworte“ der Schüler
Jule Tanner und Anna Fiserova sprachen im Auftrag der Abiturienten, beleuchteten ihre gesamte Schulzeit, dankten ihren Wegbegleitern, Eltern und Lehrern, richteten ebenso den Blick nach vorn. Sie ernteten für ihre „Dankesworte“ – ohne vorherige Vorlage oder Genehmigung bei der Schulleitung – reichlich Applaus.

Herausragende Leistungen mit Preisen gewürdigt
Zahlreiche Preise konnten unter dem Beifall auch der anwesenden ehemaligen Schulleiter Gerhard Sippel und Roswitha Becker vergeben werden. In das Ehrenbuch der Jahrgangsbesten wurden Leon Neumann, Justin Tim Lier und Paul Warschinski sowie als engagierteste Schülerin Alexandra Schmidt eingetragen. Den Preis der Hirschvogel-Stiftung für den besten Abiturienten überreichte Michael Kaffee von der Hirschvogel Eisenach GmbH an Leon Neumann. Der Preis der Peter-Mädler-Stiftung ging an Tabea Weber. Im Namen der Stadt Eisenach überreichte Dezernent Ingo Wachtmeister, selbst viele Jahre Lehrer, den Preis für den Schüler mit dem besten Abitur in Mathematik an Michel Naumann. Über den Preis der Goethe-Gesellschaft, übergeben durch Gerhard Lorenz, durfte sich Anna Fiserova freuen. Justin Tim Lier und Tina Raßmann wurden mit Preisen der Gesellschaft Deutscher Chemiker bedacht. Michel Neumann erhielt den Preis der deutschen Mathematikvereinigung (DMV).

Dieser Abend im festlichen Ambiente der Wartburg dürfte allen, Abiturienten, Lehrern und Gästen, in ausgesprochen angenehmer Erinnerung bleiben.

Andrea T. | | Quelle:

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