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Informationsabend der Konrad-Adenauer-Stiftung im Eisenacher Bürgerhaus

Walk: „Organisierte Kriminalität ist Gefahr für die Demokratie“

Letzte Woche luden die Konrad-Adenauer-Stiftung und der Eisenacher Landtagsabgeordnete Raymond Walk (CDU) zum Eisenacher Gespräch mit dem Thema Organisierte Kriminalität ins Eisenacher Bürgerhaus ein. Nach einem einführenden Vortrag von Steven Bickel, bot Journalist Ludwig Kendzia spannende Einblicke in seine Recherchen zur italienischen Organisierten Kriminalität. Der Stellvertretende Präsident des Landeskriminalamtes Heiko Schmidt referierte zum Lagebild aus polizeilicher Sicht. Organisierte Kriminalität stellt in ganz Deutschland eine Herausforderung für die Innere Sicherheit dar. Es wurde an dem Abend deutlich, dass auch Thüringen hier keine Ausnahme bildet. Kriminelle Strukturen wie die kalabrische Ndrangheta und russisch-eurasische Organisationen sind hier ebenso aktiv wie Rocker und rockerähnliche Gruppierungen. Zuletzt sorgte die erfolgreiche Zerschlagung einer rechtsextremistischen OK-Gruppierung in Thüringen für Aufsehen.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass Organisierte Kriminalität nicht nur ein Problem in Großstädten ist, sie existiert ebenso im ländlichen Raum. Grundmerkmal der Organisierten Kriminalität sei eben gerade, dass sie im Verborgenen agiert. Deshalb ist in diesem Phänomenbereich auch ein großes Dunkelfeld vorhanden, das nur durch einen höheren Kontrolldruck aufgehellt werden könne, waren sich die Diskutanten einig.

Walk macht sich ernsthafte Sorgen, denn die OK sei ein gefährlicher „Gift-Cocktail“ für die Demokratie und die Verfasstheit des Staates.

Wenn Menschen den Eindruck haben, der Staat hat das „Heft des Handelns“ nicht mehr in der Hand kommt es zu einem Vertrauensverlust in Staat und staatliche Institutionen.

Walk forderte auf, weiter über die Thematik aufzuklären und es in die Öffentlichkeit zu tragen. Hier seien Politik und Medien in der Verantwortung.

Es darf in Deutschland kein auch nur vermeintliches Dulden der organisierten Kriminalität geben! Ich fordere die Ermittlungsbehörden auf, den Verfolgungsdruck weiter zu erhöhen. Wir brauchen bei der OK eine Null-Toleranz-Strategie, so Walk abschließend.

Erfreut zeigte sich der Abgeordnete, dass unter den 40 Besuchern auch eine Schülergruppe des Elisabethgymnasiums an der Podiumsdiskussion teilnahm.

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