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Spürnasenprüfung am Forsthaus

Sie sind sehr lernwillig, bellen gern einmal, gehen auf vier Pfoten, lieben den Umgang mit dem Menschen und haben eine sprichwörtlich «feine Nase». Alles dies macht Hunde zu den idealen Rettern und Suchern für Menschen in Notlagen. Doch nicht jeder Hund kann gleich Menschenleben retten. Es bedarf eines jahrelangen Trainings, bei welchem und Hundeführer lernen, sich zu vertrauen und quasi eine Sprache zu sprechen.

Am gestrigen Sonntag war es für acht der tierischen Retter beim Roten Kreuz soweit. Unter den strengen Augen zweier Prüfer mussten Hund und Hundeführer am Forsthaus in Wolfsburg-Unkeroda ihre Rettungshundeprüfung ablegen. Aus ganz Mitteldeutschland waren die Rettungshundeteams zusammengekommen, um gemeinsam an der Prüfung teilzunehmen. So waren es neben zwei Eisenachern auch vier Teams aus Rudolstadt und zwei aus Sachsen, die schwierige Prüfung absolvierten.

«Rettungshundearbeit ist mehr, als nur ein wenig mit dem Hund spazieren gehen und ein paar Kommandos erlernen. Daher ist auch die Prüfung von hohem Anspruch», erklärte Olf Steinig von der Rettungshundestaffel des DRK Eisenach, welche der Gastgeber der sonntäglichen Prüfung am Forsthaus war.

So mussten Hund und Hundeführer insgesamt vier verschiedene Prüfungsteile meistern. Darunter einen Theoriepart, einen Teil zur «Unterordnung», bei dem die Gehorsamkeit des Hundes auf die Probe gestellt wurde, eine Verweisprüfung und eine Flächensuchprüfung. Bei letzterer musste ein Waldgebiet von rund 30 000m² durch Hund und Führer nach zwei Vermissten abgesucht werden.

Dabei bestanden von den insgesamt acht Hundeteams sechs die Prüfung und dürfen ab sofort ihre Spürnase zur Rettung Vermisster im ganzen Bundesgebiet einsetzen.

Paul-Philipp Braun |

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