Das Diako Palliativ Netzwerk Thüringen schenkt Familie Lanz Sicherheit und  Lebensqualität

Eisenach – Der Umzug ins Diako Seniorenzentrum WARTBURGBLICK Eisenach war  für Familie Lanz ein Wendepunkt in einer schweren Lebensphase. Heinz Lanz, heute  98 Jahre alt, und seine Frau Hildegard Lanz befanden sich in einer Notlage: „Wir  konnten das Haus nicht mehr verlassen, keine Treppen mehr steigen, nicht mehr auf  den Balkon gehen. Auch unsere Wohnung konnten wir nicht mehr in Ordnung halten.  All das ging dem Ende zu und war nicht mehr möglich“, schildert Heinz Lanz. 

Die Suche nach einem geeigneten Pflegeplatz gestaltete sich zunächst schwierig. Es  gab lange Wartelisten und keine freien Zimmer. Erst durch die Unterstützung des  SAPV-Teams des Diako Palliativ Netzwerkes Thüringen unter der Begleitung von  Schwester Susanne Brandau fand das Ehepaar einen Platz im Seniorenzentrum. „Ein  Mensch, der sich in einer solchen Lage befindet, muss über eine solche Hilfe dankbar  sein“, sagt Heinz Lanz. 

Der Kontakt zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung entstand über den  Hausarzt, nachdem Heinz Lanz wegen akuter Luftnot im Krankenhaus behandelt  werden musste. „Es ist furchtbar, wenn man merkt, dass man keine Luft bekommt, ein  Gefühl, als würde man ertrinken“, erinnert er sich. 

Gemeinsam mit der Palliativärztin Dr. med. Anna-Maria Sänger übernahm Schwester  Susanne Brandau die Betreuung zunächst in der häuslichen Umgebung. Sie erinnert  sich: „Am Anfang war Herr Lanz kritisch und etwas verzweifelt. Doch mit jedem Besuch  öffnete er sich mehr, wie eine Blüte, die sich Stück für Stück entfaltet.“ Heute kommt sie  ins Seniorenzentrum, wann immer sie gebraucht wird, und übernimmt vor allem die  Symptomkontrolle bei Luftnot. „Die Sicherheit, dass immer jemand da ist, gibt uns  Kraft“, sagt das Ehepaar. 

Trotz seiner körperlichen Einschränkungen bleibt Heinz Lanz aktiv und  technikinteressiert. Sein Hörgerät steuert er selbstständig per iPhone und iPad. Sein  Rat an andere Betroffene: „Die Hilfe annehmen und dankbar sein.“ Besonders wichtig  ist ihm außerdem, andere Menschen in ähnlichen Situationen zu ermutigen,  Unterstützung des SAPV-Teams anzunehmen und Kontakt aufzunehmen, denn  niemand sollte diese schwere Situation allein durchstehen.  

Sein Wunsch für die Zukunft: Dass er die verbleibende Zeit ruhig, mit möglichst wenig  Schmerzen und vor allem ohne Atemnot verleben darf.

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