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Ein Weihnachtsgeschenk für 3.500 Euro

Bildquelle: Stephan Masch / Kinderhospiz Mitteldeutschland gGmbH
v. l. n. r.: Nadine Treyße, Finanzbuchhaltung / Personal und Erik Treyße, Geschäftsführer der TREYSSE GmbH mit der Partnerurkunde des Kinderhospizes.

Familienunternehmen aus Wangenheim unterstützt das Kinderhospiz Mitteldeutschland mit dem Budget für Weihnachtsgeschenke.

Das Geld sei in dieser Weise besser angelegt, als würde man wieder eine Weinflasche verschicken. Solche und ähnliche Rückmeldungen sind es, die Erik Treyße aus Wangenheim im Landkreis Gotha in diesen Tagen von vielen seiner Geschäftspartner bekommt. Erik Treyße ist Geschäftsführer des gleichnamigen Familienunternehmens und leitet damit eine der größten Vertriebsfirmen für professionelle Wäschereitechnik in Deutschland. Gewerbewaschmaschinen und -trockner sind sein Metier – und das seiner Mitarbeitenden. Insgesamt 34 davon arbeiten an den drei Standorten in Wangenheim, Bad Langensalza und Ifta (Wartburgkreis) sowie 20 Weitere sind in ganz Deutschland im Einsatz.

Doch zurück zu den Kommentaren seiner Geschäftspartner. Sie beruhen auf einem Novum, das die Firma TREYSSE in diesem Jahr angestoßen hat. Erstmalig beteiligt sich das Unternehmen an der Aktion „Spenden statt Geschenke“, die das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz schon vor einigen Jahren ins Leben gerufen hat. Die Idee dahinter: Unternehmen spenden an das Kinderhospiz, statt mit dem Geld Kunden und Geschäftspartnern die üblichen Weihnachtspräsente zu übersenden.

Wir hatten in jedem Jahr hohe Ausgaben, um die kleinen Aufmerksamkeiten zu kaufen und zu verschicken. Dass wir das Geld im Pandemie-Jahr 2020 an das Kinderhospiz spenden, das ist für uns selbstverständlich, erzählt Erik Treyße.

Insgesamt 3.500 Euro hat die TREYSSE GmbH an die Einrichtung im Landkreis Gotha gespendet. Geld, das gut und direkt ankommt – davon konnte Erik Treyße sich bei einem Besuch bereits selbst überzeugen.

Ich hatte mir das Kinderhospiz immer anders vorgestellt; dachte, dass es ein Ort zum Sterben sei, erzählt der Vater zweier Kinder und berichtet, dass er erst in Tambach-Dietharz verstanden habe, dass ein Kinderhospiz eine Herberge des Lebens sei. Dort wird den Kindern und ihren Familien die Zeit, die sie miteinander haben richtig schön gemacht. Und das unterstützen wir natürlich gern.

Und dass dies auch bei seinen Kunden und Partnern gut ankommt, das sagen viele davon.

Von einer tödlichen Krankheit sind mehr als 50.000 Kinder- und Jugendliche in Deutschland betroffen. Bis zu 28 Tage im Jahr nimmt das stationäre Kinder- und Jugendhospiz Mittel-deutschland in Tambach-Dietharz die betroffenen Familien auf. Gemeinsam können sie hier das ganzheitliche Pflege- und Betreuungskonzept nutzen. Dabei wird nicht nur das schwer kranke Kind liebevoll umsorgt und optimal gepflegt. Auch die Familien erfahren umfassende Hilfe und Entlastung. Die Aufenthalte stärken das gesamte Familiensystem, geben den betroffenen Eltern neue Kraft, die zumeist eine aufwändige 24-Stunden-Pflege meistern müssen. Die gesunden Geschwisterkinder werden in dieser Zeit gefördert und können  viele Angebote vor Ort nutzen. Mehr als 40 angestellte Mitarbeiter und zusätzlich viele ehrenamtliche Helfer arbeiten für die Gäste und ihre Familien. Um dieses wichtige Hilfsangebot aufrechterhalten zu können, ist das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland dauerhaft auf Spenden angewiesen. Mehr als 1.400.000 Euro werden an Spenden pro Jahr benötigt, um allein den Betrieb der sozialen Einrichtung sicherzustellen. Die derzeitige Finanzierung durch die Krankenkassen reicht nicht aus. Hunderte betroffene Familien aus dem gesamten Bundesgebiet konnten sich seit der Einweihung des Kinder- und Jugendhospizes im November 2011 vom stationären Hilfsangebot der gemeinnützigen Trägergesellschaft (Kinderhospiz Mitteldeutschland gGmbH), überzeugen. Aktuell läuft der Innenausbau der neuen Gebäude. Ab Ende Dezember 2020 können die neuen Gästezimmer, Therapieräume, Gemeinschafts- und Sozialräume sowie eine Kreativwerkstatt genutzt werden. Rund 85 Prozent der bisherigen Gesamtinvestitionskosten der Einrichtung wurden ausschließlich durch Spenden von Privatpersonen, Vereinen, Schulen und Unternehmen und nichtstaatlichen Zuwendungen durch Stiftungen aufgebracht.

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