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Gesundheitsamt des Wartburgkreises ruft zum Impfen auf

Bildquelle: © Africa Studio – stock.adobe.com
Symbolbild

In den vergangenen Wochen haben die Corona-Infektionen im Wartburgkreis stetig abgenommen und es kann davon ausgegangen werden, dass die Inzidenzwerte in auch den nächsten Wochen noch niedrig bleiben werden. Besorgniserregend ist jedoch, dass derzeit viele Staaten der Welt vom Ausbruch einer neuen Variante des Coronavirus SARS-Cov-2 betroffen sind.

Das SARS-CoV-2-Virus existiert in mehreren Mutationen, die nach dem derzeitigen Erkenntnisstand neue Eigenschaften aufweisen: hierzu gehören eine deutlich höhere Ansteckungsfähigkeit sowie Eigenschaften, die eine schlechtere Wirkung der Immunantwort von Geimpften und Genesenen im Vergleich zu der, in Wuhan in China nachgewiesenen,Wildtypvariante vermuten lassen.

So verzeichnet die aktuell grassierende Delta-Variante eine sehr viel höhere Übertragbarkeit als die bisher bekannten Virustypen. Der Präsident des Weltärztebundes, Dr. Montgomery, sagte zu dieser Variante: „Das Tückische bei dieser Variante ist, dass Infizierte sehr schnell eine sehr hohe Viruslast im Rachen haben und damit andere anstecken können, bevor sie überhaupt merken, dass sie sich infiziert haben.“

Auch die Symptomatik der Delta-Variante stellt sich anders dar: Zwar sind auch weiterhin Kopfschmerzen, Schnupfen und eine raue Kehle sowie Fieber typisch für eine Infektion, aber der Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns, an dem viele ihre Infektion gut erkennen konnten, bleibt bei dieser Variante aus. Die in der EU zugelassenen Impfstoffe sind alle gegen die Delta-Variante wirksam, jedoch erst nach der vollständigen Impfung und mit einer etwas niedrigeren Effektivität als gegen den Wildtyp aus Wuhan.

Die bisherigen statistischen Auswertungen lassen annehmen, dass die Delta-Variante im Herbst die dominierende sein wird. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass im September 2021 noch viele Menschen in unserem Land nicht vollständig geimpft sein werden. Dies betrifft: alle Kinder unter 12 Jahren, da für diese noch kein Impfstoff zugelassen ist und viele Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren, da in dieser Gruppe zunächst die mit bestimmten Vorerkrankungen geimpft werden und für die übrigen die Sicherheitsdaten der Impfung noch unklar sind. Auch ein großer Teil der jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren werden im Herbst nicht vollständig geimpft und damit verstärkt von der Delta-Variante betroffen sein“, macht Dr. Helena Maier, Leiterin des Gesundheitsamtes Wartburgkreis deutlich. Sie empfiehlt, dass alle, denen dies möglich und von der STIKO empfohlen ist, sich impfen lassen. Auch das RKI weist darauf hin, dass „Je höher der Anteil der vollständig Geimpften ist, desto geringer wird die Verbreitung ausfallen. Bei unter 50-Jährigen ist eine Impfquote von 85 % und bei über 50-Jährigen von 90 % erforderlich, um eine Herdenimmunität zu erreichen.“

Über das Thüringer Impfportal www.impfen-thüringen.de sind aktuell problemlos und noch für den Monat Juli Impftermine für die Impfzentren in Bad Salzungen und Eisenach zu bekommen. Geimpft wird dort derzeit BioNTech und in Bad Salzungen auch Johnson&Johnson.

Das Bürgertelefon pausiert
Da sich aktuell das Anfrageaufkommen am Bürgertelefon sehr reduziert hat, auch im Hinblick auf die nochmals gelockerte Corona-Verordnung des Freistaats Thüringen und die aktuell sehr niedrigen Infektionszahlen, legt das Bürgertelefon des Wartburgkreises vorerst eine Pause ein. Fragen zum Coronavirus können direkt im Gesundheitsamt sowie per Mail an corona@wartburgkreis.de gestellt werden. Wenn das Infektionsgeschehen erneut zunehmen sollte und viele Bürgerfragen zu eventuellen neuen Verordnungen entstehen, nimmt das Bürgertelefon seine Arbeit wieder auf. Alle aktuellen Informationen rund um das Virus bereitet das Landratsamt Wartburgkreis auch auf der Internetseite www.wartburgkreis.deunter „Informationen zum Coronavirus“ auf.

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