GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz: Bei ärztlicher Versorgung den Gürtel enger schnallen!

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Die Bundesregierung will die medizinische Versorgung der gesetzlich versicherten Bürgerinnen und Bürger zukünftig nicht mehr dem krankheits-bedingten Bedarf entsprechend fortentwickeln, sondern nach Kassenlage begrenzen. So sollen die Aufwendungen für den medizinischen Fortschritt, für Vorsorgeuntersuchungen, Terminvermittlungen, Psychotherapie, ambulantes Operieren unter anderem fachärztliche Leistungen zukünftig gestoppt, abgesenkt oder ganz gestrichen werden. Dies wird sich auf die ärztliche Versorgung der Thüringer Bevölkerung spürbar auswirken.        

Die Kassenärztliche Vereinigung hat hochgerechnet, dass den Praxen und Medizinischen Versorgungszentren in Thüringen im Jahr 2027 mindestens 50 Millionen Euro durch das Gesetz entzogen werden. „Es wäre unredlich, den Menschen in unserem Land nicht zu sagen, welche Folgen die vorgesehenen Sparmaßnahmen für die Patientenversorgung haben werden“, mahnt der Vorstand der KVT, Dr. Annette Rommel und Dr. Thomas Schröter. „Bisher konnten wir die Versorgung mit einem immer noch gut funktionierenden Netz an Praxen sicherstellen, weil die Ärztinnen und Ärzte in vielen Fachrichtungen bereit waren, über die Leistungsbudgets hinaus Patienten zu behandeln.“    

Für die zweite Jahreshälfte hat die KVT Gespräche mit den ärztlichen Berufs-verbänden geplant, in denen es darum gehen wird, wie der unvermeidliche Abbau von Kapazitäten ab dem kommenden Jahr zu organisieren ist. „Dabei ist schon vorher klar, dass es zu einer deutlichen Verknappung der fachärztlichen Terminangebote kommen wird. Notwendige Entscheidungen, welche Anliegen in der GKV Priorität bekommen und wofür das Geld nicht mehr reicht, bedrohen den sozialen Frieden. Deshalb kämpfen wir mit allen politischen Mitteln gegen das Sparen an der Gesundheit“, erklärt der KVT-Vorstand.

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