Gut geschützt in die Grippesaison

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Die kalte Jahreszeit kommt. Schon jetzt berichten Praxen über steigende Infektionszahlen und die Grippesaison steht bevor. Daher rät die erste Vorsitzende der Kassenärztliche Vereinigung Thüringen, Dr. Annette Rommel: „Denken Sie jetzt schon an die Grippe-Impfung. Wer sich frühzeitig impft, baut den Schutz vor einem schweren Grippe-Verlauf oder einer Infektion rechtzeitig auf.“ Für die Impfung eignet sich der Zeitraum ab Oktober bis Mitte Dezember am besten, denn der Körper benötigt etwa 10 bis 14 Tage, um den vollständigen Impfschutz aufzubauen.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine jährliche Impfung für Menschen ab 60 Jahren sowie als Indikationsimpfung bei bestimmten Personengruppen, etwa Schwangeren ab dem vierten Schwangerschaftsmonat sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Kürzlich hat sie nochmals ausdrücklich auf die Bedeutung der Impfung bei Kindern mit impfrelevanten Grunderkrankungen hingewiesen. Da jedes Jahr andere Grippeviren auftreten, muss eine Impfung gegen Influenza erneuert werden. Impfstoffe werden jährlich an die aktuell vorkommenden Influenza-Stämme angepasst.

In Thüringen liegt die Impfquote laut Robert-Koch-Institut für Menschen ab 60 Jahren bei 41 Prozent. Damit liegt der Freistaat zwar über der bundesweiten Impfquote von 34,5 Prozent. Es gibt also durchaus noch Potenzial. „Nach vielen Jahren rückläufiger Impfungen in den Praxen, konnten wir 2025 erstmals wieder mehr Impfungen als im Vorjahr verzeichnen. Das werten wir als ein gutes Signal dafür, dass das Vertrauen der Menschen in die Impfung steigt“, sagt Dr. Rommel. 2025 ließen sich 378.198 Menschen in den Thüringer Praxen gegen Grippe impfen. Im Jahr zuvor waren es noch 361.234.
„Wir raten allen Patientinnen und Patienten: Wenden Sie sich mit Fragen oder Bedenken vertrauensvoll an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Vertrauen Sie den Experten in der Versorgung statt unverifizierter Quellen aus dem Internet. Die Ärzte in den Praxen klären gern über Vorteile und ebenso potenzielle Nebenwirkung fundiert auf“, erklärt Dr. Rommel.
Für Menschen über 60 Jahren und Personen mit einer Indikation übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der Impfung.