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 | Bildquelle: fotolia.com : © sabine hürdler

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Bildquelle: fotolia.com : © sabine hürdler

Klassenraum in der Eisenacher Jakobschule bis auf weiteres geschlossen

In der Eisenacher Jakobschule ist ein Klassenraum bis auf weiteres für den Unterricht geschlossen. Ein Umweltlabor hatte vorsorglich in vier Räumen der Grundschule Luftproben genommen, nachdem die Schule zuvor Geruchsbelästigungen festgestellt und der Stadtverwaltung gemeldet hatte. Inzwischen liegt das Gutachten des Labors vor.

In drei Räumen werden die Grenzwerte nicht überschritten, sagt Bildungsdezernent Ingo Wachtmeister.

Im vierten Raum – dem jetzt geschlossenen Klassenraum 118 – wurde ein deutliches Überschreiten des Innenraumrichtwertes I festgestellt.

Die Gesundheit der Schüler und Lehrer hat für uns oberste Priorität, sagt Ingo Wachtmeister.

Aus diesem Grund ist der Raum 118 umgehend geschlossen worden.

Wir werden nun der Ursache auf den Grund gehen, betont Wachtmeister.

Das Umweltlabor hat in Raum 118 eine Bohrprobe vom Fußboden entnommen. Derzeit wird die Probe im Labor untersucht. Eltern und Lehrer sind mit einem Informationsschreiben darüber in Kenntnis gesetzt worden. Weitere Informationen folgen, sobald die Auswertung der Bohrproben vorliegt und/oder die Stadtverwaltung neue Erkenntnisse hat.

Die Jakobschule in der Karl-Marx-Straße 10 wurde 1976/77 gebaut, 2005/2006 grundlegend saniert und umgebaut.

Zum Hintergrund: Der Innenraumrichtwert ist ein einheitlich festgelegter Maßstab für gesunde Raumluft, unter anderem in öffentlichen Gebäuden. Für einzelne Stoffe in der Innenraumluft gibt es Richtwerte. Richtwert I bedeutet, dass keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind, wenn ein Mensch diesem Stoff lebenslang ausgesetzt ist. Ist Richtwert II erreicht, ist unverzüglich zu handeln. Empfindliche Personen könnten bei Daueraufenthalt möglicherweise gesundheitliche Beeinträchtigungen bekommen. Wichtig zu wissen ist, dass im Fall des Klassenraumes 118 der Richtwert II nicht erreicht worden ist. In der Luft im Raum 118 sind so genannte PAKs (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) festgestellt worden – Naphthalin und Naphthalin-ähnliche Verbindungen. Die Konzentration dieser Stoffe liegt signifikant unter den seinerzeit in der Wartburgschule festgestellten Werten.

Andrea T. | | Quelle:

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