Krankenstand im Wartburgkreis ist gesunken – Dennoch zweithöchster Wert in Thüringen

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  • • Berufstätige aus dem Wartburgkreis sind im Jahr 2025 im Schnitt 27,3 Tage krankgeschrieben gewesen, im Jahr zuvor waren es 29,7 Tage
  • • Der Krankenstand ist von 8,1 auf 7,5 Prozent gesunken
  • • Der Thüringer Durchschnitt bei den Fehltagen liegt bei 24,8 Tagen
  • • Alexander Stange, Geschäftsführer der BARMER in Eisenach: „Jeder vermiedene Krankheitstag ist ein Gewinn für die Beschäftigten, für die Betriebe und die gesamte Region.“

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem Wartburgkreis waren im Jahr 2025 seltener krankgeschrieben als im Vorjahr. Die durchschnittliche Zahl der Fehltage sank von 29,7 auf 27,3 Tage je Beschäftigten. Somit verringerte sich der Krankenstand von 8,1 auf 7,5 Prozent. Trotz dieser positiven Entwicklung zählt der Wartburgkreis zu den Regionen mit den höchsten krankheitsbedingten Fehlzeiten in Thüringen. Mehr Fehltage gab es nur im Kreis Nordhausen (28 Tage). „Wichtig ist der Trend zu geringeren Fehlzeiten. Jeder vermiedene Krankheitstag ist ein Gewinn für die Beschäftigten, für die Betriebe und die gesamte Region“, sagt Alexander Stange, Geschäftsführer der BARMER in Eisenach. Umso wichtiger sei es, Gesundheitsförderung und Prävention weiter zu stärken und gesundheitlichen Risiken frühzeitig entgegenzuwirken. Das sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der es auf jede und jeden Einzelnen, aber auch auf das Mitwirken von Kommunen und Unternehmen ankomme.

Fehlzeiten weit über Durchschnitt

Die Analysen der BARMER zeigen, dass die gesundheitlichen Belastungen vieler Beschäftigter im Wartburgkreis überdurchschnittlich hoch sind. Die Zahl der Fehltage liegt zehn Prozent über dem Thüringer Mittelwert (24,8 Tage) und knapp 24 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt (22 Tage). Die meisten Fehltage verursachen mentale Belastungen, Atemwegserkrankungen sowie Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, zumeist Rückenleiden. Im Durchschnitt waren Beschäftigte im Wartburgkreis im Jahr 2025 rund sechs Tage wegen Rückenleiden krankgeschrieben. Auf Atemwegserkrankungen entfielen rund viereinhalb Fehltage, was in Thüringen Höchstwert ist. Ebenfalls etwa 4,5 Tage beträgt der Fehltage-Durchschnitt bei psychischen Erkrankungen. „Wegen Erkältungskrankheiten sind Beschäftigte etwa ein bis drei Mal im Jahr krankgeschrieben, dann meist nur wenige Tage“, sagt BARMER-Geschäftsführer Stange. Psychische Erkrankungen seien deutlich seltener, gingen aber häufig mit langen Ausfallzeiten von etwa vier bis sechs Wochen einher; das treibe den Durchschnitt.  „Gesundheitsförderung und Prävention können dazu beitragen, Erkrankungen zu vermeiden oder deren Folgen zu begrenzen. Wer psychische Belastungen früh erkennt, Bewegung fördert und gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen schafft, verbessert die Chancen auf ein langes und gesundes Erwerbsleben“, betont Alexander Stange.

Die BARMER hat in Thüringen rund 185.000 Versicherte, knapp 13.000 davon im Wartburgkreis.