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Luftfilter an Eisenacher Schulen ausgeliefert

Bildquelle: Ulrike Unger/Stadtverwaltung Eisenach
Jan Oesterreich, Objektbetreuer bei der Stadtverwaltung (links) und Schulleiter Karsten Müller begutachten die Lieferung mit den neuen Luftreinigern.

Ende Juli 2021 erhielt die Stadtverwaltung Eisenach eine Lieferung von 62 mobilen Luftreinigungsgeräten für die Eisenacher Schulen. Am Mittwoch, 1. September, werden diese in den Schulen verteilt. Parallel zu allen weiteren Schulen der Stadt Eisenach, wird an diesem Tag die Eisenacher Grundschule Jakob-Schule elf Luftreiniger bekommen.

„Unsere oberste Priorität ist es, den Schulbetrieb sicher zu stellen“, sagt Oberbürgermeisterin Katja Wolf. Die Geräte seien daher eine Ergänzung zum regelmäßigen Lüften, aber eine gute, so Wolf.

Im Rahmen des Förderprogramms „Sondervermögen Hilfe zur Überwindung direkter und indirekter Folgen der Corona-Pandemie“ (Thüringer Corona-Pandemie-Hilfefondsgesetz) sind der Stadt Eisenach Landesmittel in Höhe von 81.315,20 Euro zur Verfügung gestellt und als Pauschale zugewiesen worden. Dieser Betrag wurde in Abstimmung mit den Schulen komplett für die Anschaffung von mobilen Luftreinigungsgeräten verwendet.

Geräuschpegel und Nutzungsdauer ausschlaggebend
Die Auslieferung der Geräte durch den Hersteller erfolgte innerhalb von zwei Wochen nach Auftragserteilung gemäß der in der Ausschreibung vorgesehenen Lieferfrist.

Bei der beschränkten Ausschreibung spielten neben dem Gerätepreis auch die schnelle Lieferzeit, der maximale Geräuschpegel und die Nutzungsdauer der Luftfilter eine Rolle. Tatsächlich rauschen die Geräte bei mittlerer Stufe leiser als der Lüfter eines Laptops. Die kompakte Größe erleichtert es, die Geräte variabel zu nutzen. „Die Luftreiniger könnten bei Bedarf auch in die Horträume verbracht werden und dort eine gute Luftqualität sichern“, freut sich Schulleiter Karsten Müller.

Beschafft wurden 50 Luftreinigungsgeräte für Räume bis 50 Quadratmeter und zwölf Geräte für Raumgrößen bis 75 Quadratmeter. Den Zuschlag erhielt die LINDIG GmbH mit Sitz auf dem Kindel.

Verteilung nach Infektionsrisiko
Bei der Verteilung der Geräte wird insbesondere das Infektionsrisiko der Schüler*innen berücksichtigt. Demzufolge haben Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren keine Möglichkeit sich gegen das SARS-CoV-2-Virus impfen zu lassen. Die Lüftungsgeräte sollen deshalb den Klassen Eins bis Sechs bereitgestellt werden. Primär werden Schüler*innen der Jahrgangsstufe Vier berücksichtigt (Abgangsklassen).

Prozentuale Verteilung
Auf die restlichen Klassen verteilen sich die Geräte im prozentualen Verhältnis zur verfügbaren Menge.

Konkret sollen die Georgenschule sechs, die Jakob-Schule zwölf, die Hörselschule neun, die Mosewaldschule drei, die Oststadtschule sieben, die Pestalozzischule sechs, die Goetheschule drei, die Schollschule drei, die Wartburgschule vier, das Ernst-Abbe-Gymnasium fünf sowie das Elisabeth-Gymnasium vier mobile Luftreinigungsgeräte bekommen.

Ausgehend von 253 Unterrichtsräumen zur Beschulung der bestehenden Klassen in den Schulen in Trägerschaft der Stadt Eisenach, abzüglich 9 Räumen der Mosewaldschule bzw. 6 Räumen der Oststadtschule, die ab dem Schuljahr 2021/2022 über stationäre Lüftungsanlagen verfügen, wären 176 weitere mobile Luftreinigungsgeräte nötig, um die Schulen weitestgehend flächendeckend ausstatten zu können.

CO₂-Ampeln
Zusätzlich zu den 62 Luftreinigern hat die Stadt 220 CO₂-Ampeln für den Einsatz in den Schulen gekauft. Die kleinen Geräte mit Digitalanzeige, nicht größer als ein Smartphone, messen den Kohlendioxid-Gehalt der Raumluft. Die angezeigten Werte geben an, wann die Raumluft in Ordnung ist und wann eine Lüftung empfohlen wird. Die Anschaffung finanzierte die Stadt aus dem städtischen Haushalt. Die Kosten belaufen sich auf 16.731 Euro.

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