Anzeige

Wenn ein Derbysieg plötzlich wertlos wird

Handball-Verband trifft Regelungen für die Saisonfortsetzung. Rückrunde soll in der Thüringenliga komplett gestrichen werden

Vorstand und Spielkommission des Thüringer Handball-Verband (THV) haben sich auf die Fortsetzung der Saison Anfang Februar geeinigt.

Wir wollen in der Thüringenliga der Männer die noch anstehenden Vorrundenspiele bis Ende Februar abgeschlossen haben, sagt Ralf Schmidt, Verantwortlicher in Thüringens höchster Spielklasse.

Die Rückrunde wird dann komplett gestrichen, bereits gespielte Begegnungen annulliert.

Letztlich ist es unser Ziel, dass jede Mannschaft bis Ende Februar jeweils sechs Spiele in der Wertung hat, so Schmidt.

Ab März soll eine Auf- und Abstiegsrunde stattfinden, in den Play-Offs spielen die drei Erstplatzierten, in den Play-Downs die Teams auf den Plätzen vier bis sieben.

Bis Ende Mai sollten wir da zu sportlichen Entscheidungen kommen, so der Saalfelder.

Für den ThSV Eisenach II, der bereits ein Rückrundenspiel absolviert hat, bedeutet diese Regelung: Zum einen wird der 32:25-Derbyerfolg in Breitungen über die HSG Werratal gestrichen. Die Heimniederlage gegen den SV Hermsdorf war eine Partie aus der Rückrunde, wird annulliert. Der ThSV Eisenach II um Trainer Daniel Hellwig muss nun noch gegen Tabellen-Schlusslicht SG Motor Arnstadt antreten (wahrscheinlich am 05.02.22) und zum SV Hermsdorf reisen. Das Erreichen der Meisterrunde ist dadurch offen. Von dieser Regelung profitiert nämlich die SG Werratal, die diese Meisterrunde auch im Visier hat. Nach der Tabellenkorrektur wird das Team aus Breitungen, mit Tizian Reum einen weiteren Ex-Eisenacher in seinen Reihen, nämlich nur noch zwei statt sechs Minuspunkte aufweisen, weil sie auch gegen Ziegelheim das Rückrundenspiel bereits absolviert und verloren hatten.

Beim SV Town & Country Behringen Sonneborn, der in der Thüringenliga-Staffel 2 mit 4:4 Punkten den fünften Rang einnimmt, schaut man mit großen Sorgenfalten der Saisonfortsetzung entgegen. Und das liegt nicht nur am wochenlangen Trainingsausfall. Spielertrainer Christoph Kohls muss personell improvisieren, weil mehrere Spieler unter 2G bzw 2G+ nicht in die Halle dürfen. Ob der T& C am 5. Februar gegen Post Gera antreten könne, sei noch unklar.

Wenn, so Kohls, dann geht es nur mit einer Mischung aus Erster und Zweiter.

Nicht so kompliziert gestaltet sich die Fortsetzung in den Landesliga der Frauen und Männer. Hier sollen die Vorrundenstaffeln mit Hin- und Rückrunde ausgespielt werden. In beiden Staffeln der Männer spielen jeweils sechs Teams, es sind noch zwischen vier und acht Spiele für die jeweiligen Mannschaften zu absolvieren. Für die SG Schnellmannshausen soll es am 5. Februar in Mühlhausen weitergehen, für den SV Petkus Wutha-Farnroda erst am 12. Februar in Waltershausen. Nach Abschluss der Spiele findet noch eine Platzierungsrunde statt, über deren Modalitäten aber noch nicht entschieden ist.

Anzeige
Top