7 Wochen Ohne

Am Aschermittwoch startet die evangelische Fastenaktion „7 Wochen Ohne“. Bundesweit beteiligen sich rund zwei Millionen Menschen an der Aktion. Auch in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) ist das Fasten für viele Christinnen und Christen ein fester Bestandteil des Kirchenjahres. Das Motto für die diesjährige Fastenzeit lautet „Näher! – 7 Wochen ohne Scheu“. Die Aktion lädt dazu ein, die Zeit vom 17. Februar bis 4. April 2010 bewusst zu erleben und in den sieben Wochen vor Ostern das direkte Gespräch zu suchen, jenseits von Telefon und E-Mail. Unabhängig davon empfehlen die Initiatoren der Aktion auch das Fasten in klassischer Manier, beispielsweise durch den Verzicht auf Alkohol, Zigaretten oder lieb gewordene Gewohnheiten.

„Unsere Technik erlaubt es uns, Kontakte rund um den Globus zu haben. Dabei wissen wir manchmal nicht, wer unsere direkten Nachbarn sind. Die modernen Kommunikationsmittel machen vieles schneller und bequemer, aber die Wege zueinander werden doch nicht kürzer. Gemeinschaft lebt von der direkten Begegnung. Die Fastenaktion ‚7 Wochen Ohne‘ möchte zum Wagnis und zum Luxus leibhaftiger Nähe ermuntern. Sie will Raum schaffen für ein Streitgespräch, einen Krankenbesuch oder eine Liebeserklärung“, so Landesbischöfin Ilse Junkermann.

Einen Fastenkalender mit Texten zum Nachdenken für jeden Tag sowie Kontakte zu regionalen Fastengruppen gibt es http://www.7-wochen-ohne.de(hier) Den Gottesdienst zur Fastenzeit „Näher! – 7 Wochen ohne Scheu“ überträgt das ZDF am 21. Februar (9.30 Uhr) aus der Erlöserkirche in München-Schwabing.

Mit dem Aschermittwoch beginnt nach christlicher Tradition die 40-tägige Vorbereitungszeit auf das Osterfest. Die Bezeichnung „Aschermittwoch“ weist auf alte Bußübungen hin, nach denen man sich als Zeichen der Buße für begangene Sünden zu Beginn der Fastenzeit mit Asche bestreut hat. Dabei steht die Erinnerung an das Leiden und Sterben Jesu Christi im Mittelpunkt. Mit den Karnevalsfeiern am Rosenmontag und Fastnachtsdienstag sollte vor Beginn der Fastenzeit noch einmal ausgelassen gefeiert werden.

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