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EKM-Kampagne „1989-2009 | Gesegnete Unruhe“

Die Kampagne „1989-2009 | Gesegnete Unruhe“ der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) geht auf ihren Höhepunkt zu: An vier Montagen im Oktober jeweils 18 Uhr laden rund 80 Kirchengemeinden der EKM in ihre Kirchen zu Montagsgebeten ein – in Anlehnung an den Herbst 1989, jedoch zu aktuellen Brennpunkten. Für die Montagsgebete werben 230 Großflächenplakate in 18 Städten in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen.

„Vor 20 Jahren haben Menschen in den Kirchen Raum gefunden, ihren Unmut zu formulieren. Und sind von da aus auf die Straßen und Plätze gezogen. So wurde aus den Protesten eine friedliche Revolution der Kerzen und Gebete“, sagt Landesbischöfin Ilse Junkermann. „Mit den Montagsgebeten in diesem Oktober wollen wir daran erinnern, wie Glaube Veränderungen bewirken kann. Wir wollen aber auch gesegnete Unruhe stiften und Mut machen wider die Resignation.“ So würden in den Friedensgebeten aktuelle Brennpunkte angesprochen. Bei dem ersten Montagsgebet im Oktober gehe es um die Sehnsucht nach Mitbestimmung und damit um Wahlmüdigkeit und Bürgerbeteiligung. Die niedrige Beteiligung an der Bundestagswahl habe gezeigt, wie notwendig es sei, errungene Bürgerrechte auch aktiv wahrzunehmen, so die Landesbischöfin.

Die Gebete an den vier Montagen im Oktober befassen sich mit den Themen Mitbestimmung, Gerechtigkeit, Frieden und Umweltschutz. So thematisiert das erste Montagsgebet (5.10.) Wahlmüdigkeit und Bürgerbeteiligung, am zweiten Montag (12.10.) geht es um Verteilungs¬gerechtigkeit. Friedensarbeit und Kriegseinsätze werden zum dritten Montagsgebet (19.10.) bedacht und am letzten Oktobermontag (26.10.) werden Klimaveränderungen und ein mög¬licher Lebenswandel im Mittelpunkt stehen. Die Großplakate mit dem Motiv der Kampagne „Gesegnete Unruhe“, einem Bündel Haushaltskerzen, sind präsent in: Altenburg, Apolda, Arnstadt, Eilenburg, Eisenach, Erfurt, Gera, Halle, Hettstedt, Jena, Magdeburg, Rudolstadt, Sangerhausen, Schleiz, Sömmerda, Stendal, Torgau und Weimar.

Eine Übersicht zu den Kirchengemeinden, die Montags- und Friedensgebete veranstalten, gibt es unter http://www.gesegnete-unruhe.de/.

Hintergrund
Die Montagsgebete sind in Ost wie West Sinnbild für die friedliche Revolution geworden. Friedensgebete gab es jedoch schon lange vor dem Herbst 1989. So kommen beispielsweise in Erfurt seit 1978 regelmäßig jeden Donnerstag Christen zum ökumenischen Friedensgebet in St. Lorenz zusammen. In Halle treffen sich Christen seit 20 Jahren jeden Montag in der Marktkirche zum Gebet. Aber auch andernorts in Deutschland versammeln sich Vertreter aus Kirche, Umwelt- und Bürgerbewegungen, Friedens- und Menschenrechtsgruppen zum „Montagsgebet“.

Rainer Beichler | | Quelle:

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