Erstmals Ökumenischer Theatergottesdienst in Eisenach

Szenen aus „Macbeth“ sind in der Nikolaikirche zu sehen

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Zu einem Ökumenischen Theatergottesdienst wird am kommenden Freitag (5. April) erstmals in Eisenach eingeladen. Beginn ist 18.30 Uhr in der Nikolaikirche. In Kooperation der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Eisenach (ACK) mit dem Landestheater Eisenach werden Szenen aus dem Stück „Die Tragödie von Macbeth“ von William Shakespeare in der Kirche aufgeführt und mit dem christlichen Glauben und aktuellen Entwicklungen in Verbindung gebracht.

„Die Tragödie von Macbeth“ steht zurzeit auf dem Spielplan des Landestheaters Eisenach.

Es ist ein Stück voller Dramatik und Gewalt, das heute noch den Kern vieler gesellschaftlicher Auseinandersetzungen trifft. Auch tief religiöse Fragen von Sünde und Schuld, Verhängnis und Schicksal werden verhandelt. Fast alle der sieben Todsünden kommen darin vor – das Stück ist damit ein Spiegel der Abgründigkeit des menschlichen Lebens, sagt Pfarrer Armin Pöhlmann.

Einen besonderen Bezug sieht er in der Nikolaikirche als Nagelkreuzzentrum, denn im Versöhnungsgebet seien die sieben Todsünden verschlüsselt enthalten.

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Eventuell wird am 15. April um 18 Uhr im Landestheater noch ein Forum als Gespräch zwischen Schauspielerinnen, Regie und Eisenacher Pfarrern und Pastoren stattfinden.

Das Landestheater kündigt die Inszenierung von Esther Jurkiewicz als „Tragödie aus Machtkalkül und Gier“ an. Der ewige Kern gesellschaftlicher Auseinandersetzungen mit der Frage „Wo kippt der Machtanspruch zur Tyrannei?“ werde gezeigt. Gleichzeitig böten die Hexen / Schicksalsschwestern als Verführerinnen und Beobachterinnen der Tragödie aber auch eine emanzipatorische Perspektive.

Von ihrem Standpunkt aus entsteht eine Parabel, die die Tragödie für uns als permanenten Raum von Möglichkeiten beschreibt, sich anders zu entscheiden – anders zu handeln, als es schicksalhafte Konventionen vorgeben, so die Ankündigung.

Die nächsten Aufführungen im Landestheater: 7. April um 18 Uhr und 13. April um 19.30 Uhr (www.landestheater-eisenach.de).