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Heiligabend-Kollekte für «Brot für die Welt»

Wenn sich am Heiligabend die Kirchen in Thüringen wie kaum sonst im Jahr füllen, wird in den Gottesdiensten nicht nur die Geburt Christi gefeiert, sondern auch der Notsituationen weltweit gedacht. Traditionell wird in den Kirchen der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland die Heiligabend-Kollekte für «Brot für die Welt» erbeten.

So wurden im vergangenen Jahr am Heiligabend in den Thüringer evangelischen Kirchen insgesamt 224048 Euro für die evangelische Hilfsaktion «Brot für die Welt» gesammelt. Bundesweit kamen 2004 mehr als 54 Millionen Euro zusammen, in Thüringen 534711 Euro.

Am 27. November wurde im sächsischen Herrnhut die 47. Aktion von «Brot für die Welt» eröffnet. Das Motto der jetzigen Aktion lautet «Gottes Spielregeln für eine gerechte Welt». Inhaltlicher Schwerpunkt der Spendenaktion ist in diesem Jahr das Recht auf Nahrung.

«Brot für die Welt» unterstützt dabei vorrangig Projekte, die Kleinbauern unabhängiger von den klimatischen Bedingungen machen. Dazu gehören einfache Maßnahmen gegen Erosion oder Sturzfluten sowie Hilfe bei der Bewässerung. Mit wenig Aufwand können auf diese Weise viele Menschen vor Hunger bewahrt sowie Millionen von Euro gespart werden, die heute für Katastrophenhilfe ausgegeben werden müssen. «Brot für die Welt» hat die neue Bundesregierung aufgefordert, die Bekämpfung von Armut und Hunger in den Mittelpunkt ihrer Entwicklungspolitik zu rücken.

Die evangelische Hilfsaktion «Brot für die Welt» wurde 1959 in Berlin gegründet. Derzeit werden mehr als 1000 Projekte zur Selbsthilfe in über 90 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt. Arbeitsschwerpunkte sind Ernährungssicherung, Gesundheitsversorgung, der Kampf gegen Aids, Bildungsarbeit sowie Friedens- und Versöhnungsarbeit. Seit der Gründung hat «Brot für die Welt» mit über 1,6 Milliarden Euro in armen Ländern geholfen.

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