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Hunderttausende Besucher an Heiligabend in evangelischen Kirchen

Die Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) erwarten an Heiligabend (24. Dezember) hunderttausende Besucher zu mehr als 4.000 Christvespern und Krippenspielen. In den vergangenen Jahren sind die Zahlen der Gottesdienstbesucher an Heiligabend kontinuierlich gestiegen. Waren es im Jahr 2010 noch rund 517.000 Menschen, so gingen 2013 etwa 545.000 an Heiligabend in die Kirche. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl auf rund 596.000 Besucher an. Das sind knapp 80.000 mehr als noch 2010.

Traditionell werden in allen Gottesdiensten Spenden für die Hilfsaktion „Brot für die Welt“ gesammelt. Eine Auswahl der vielfältigen Angebote bietet der Online-Dienst www.weihnachtsgottesdienste.de.

Ausgewählte Gottesdienste und Veranstaltungen an Weihnachten in Thüringen:

Für Menschen, die Heiligabend alleine wären, bietet das Dikonissenmutterhaus in Eisenach ein besonderes Angebot: „Heiligabend nicht allein“ lädt um 18 Uhr ein in die Kapelle des Mutterhauses, zum Beisammensein und zu einem festlichen Essen (Tel. 03691-2600).

In der Augustinerkirche in Gotha gestalten in diesem Jahr Flüchtlinge das Krippenspiel am Heiligen Abend (15.30 Uhr). 13 Migranten spielen mit. Maria und Josef stammen z.B. aus Armenien, ein Hirte ist Türke, einer Kurde, einer stammt aus Albanien. Die heiligen drei Könige kommen aus Eritrea. Das Krippenspiel wurde zusammen mit den Darstellern entwickelt und geschrieben und zeigt die Aktualität der biblischen Weihnachtsgeschichte nach Lukas.
Es wird musikalisch begleitet durch Handglocken, Orgelmusik, verschiedene Instrumente, durch Sologesang und einen dreistimmigen Männerchor.

Hintergrund Krippenspiele:
Die Anfänge kirchlicher Krippenspiele sind lateinische Wechselgesänge zwischen Josef und den Hirten. Sie gehen zurück ins 9. Jahrhundert. Aus dieser einfachen Inszenierung entwickelten sich Hirtenspiele und parallel Dreikönigsspiele. Der Überlieferung nach geht das erste Krippenspiel auf das Jahr 1223 zurück. Damals stellte angeblich Franz von Assisi im Wald von Greccio mit lebenden Tieren und Menschen das Weihnachtsgeschehen dar. Seitdem förderten die Franziskaner diese Darstellungsform, die sich auch nach der Reformation hielt.

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