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Kirchenamtspräsidentin Andrae startet Landessynode

Mit einem Bericht der Präsidentin des Landeskirchenamtes, Brigitte Andrae, hat am Mittwochnachmittag (17.11.) die Sitzung der Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) begonnen. Schwerpunkt des bis Samstag (20.11.) in Drübeck (Sachsen-Anhalt) tagenden Kirchenparlamentes ist der Haushalt für das kommende Jahr.

Vor den 83 Kirchenparlamentariern hat Präsidentin Andrae angesichts der aktuellen Auseinandersetzungen um die Finanzierung freier Schulen in Thüringen deren Wert für die Bildungslandschaft betont: „Die evangelischen Schulen in unserer Landeskirche nutzen mit ihren jungen Kollegien die pädagogischen Freiräume und werden so zu Laboren für das Schulwesen insgesamt.“ Modellhaft hätten evangelische Schulen gezeigt, wie reformpädagogische Schule gestaltet und Ganztagsschule gelebt werde. Andrae forderte finanzielle Gerechtigkeit für die Schülerinnen und Schüler, die Schulen in freier Trägerschaft besuchen.

Als grundsätzliche Veränderung für die Landeskirche kündigte Andrae den Umzug des Landeskirchenamtes von Magdeburg und Eisenach nach Erfurt für April/Mai 2011 an. Es zeichne sich ab, dass das Projekt innerhalb des geplanten Kostenrahmens realisiert werden könne. Allerdings müsse mit Verzögerungen beim Innenausbau gerechnet werden. Die Bedeutung des Landeskirchenamtes bestehe darin, dass es „Impulse gibt für gesellschaftliche, ökumenische und missionarische Herausforderungen, strategische Prämissen für die Landeskirche entwickelt und konzeptionelle Arbeitsprozesse in Gemeinden, Kirchenkreisen initiiert“.

Mit dem Umzug des Landeskirchenamtes werde auch eine neue Leitungsstruktur etabliert. So werden die bisher sechs Dezernate auf fünf reduziert. Das Rechtsdezernat wird aufgelöst und die juristische Kompetenz dem Präsidialdezernat sowie den Dezernaten Bildung, Gemeinde, Personal und Finanzen direkt zugeordnet. Neu zugeschnitten werden auch die Referate, deren Zahl von bisher 25 auf 17 verringert wird.

Als inhaltlichen Schwerpunkt für das kommende Jahr kündigte Andrae die Kampagne „Klimawandel-Lebenswandel“ an: „Als Landeskirche knüpfen wird damit an den konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung an.“ Sie wünsche sich von der kirchlichen Basis ebenso viel Aufmerksamkeit für diese Kampagne wie für die Kampagne „Gesegnete Unruhe“ zum 20-jährigen Jubiläum der friedlichen Revolution im vergangenen Jahr.

Die sonst traditionell zum Beginn der Synode vorgesehene Rede der Landesbischöfin musste entfallen, da Ilse Junkermann krank ist und nicht an der Synodaltagung teilnehmen wird.

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