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Landesbischof Kähler in den Rat der EKD gewählt

Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat am Dienstag den Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen, Christoph Kähler, in den Rat der EKD gewählt. Kähler gehört damit zu der für sechs Jahre gewählten 15köpfigen EKD-Leitung.

Kähler hat die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit im dritten Wahlgang erreicht. 111 der 142 abgegebenen Stimmen entfielen auf den Thüringer Bischof. Damit hat Kähler im zweiten und dritten Wahlgang das beste Ergebnis im Vergleich mit den anderen Kandidaten erzielt. Im ersten Wahlgang konnten lediglich drei der 21 Kandidaten die erforderlichen Stimmen auf sich vereinigen, darunter der Berliner Bischof Wolfgang Huber. Im zweiten Wahlgang wurde niemand gewählt.

Dem Rat obliegt die Leitung der EKD. Die Ratsmitglieder vertreten die Evangelische Kirche in der Öffentlichkeit und nehmen zu religiösen und gesellschaftlichen Fragen Stellung.

«Ich werde dafür eintreten, dass die besondere Lebenssituation der Menschen in Ostdeutschland bei den Entscheidungen des Rates bedacht wird. Außerdem kann ich unsere Erfahrungen, unter schwierigen finanziellen Verhältnissen kirchliche Arbeit zu gestalten, einbringen. Heute haben die westlichen Landeskirchen manches vor sich, mit dem wir bereits klarkommen mussten. Wenn gespart werden muss, stehe ich gegen jede Panikmache, aber für mutiges und kreatives Gestalten», sagte Kähler nach der Wahl.

Sobald alle 14 Mitglieder des Rates gewählt sind, berät der Rat, wer aus seiner Mitte für den Vorsitz und die Stellvertretung vorgeschlagen werden soll. Die oder der Vorsitzende und die Stellvertretung müssen dann wiederum vom selben Wahlgremium mit Zwei-Drittel-Mehrheit gewählt werden. Eine Entscheidung wird nicht vor Dienstagabend erwartet.

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