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Reitergottesdienst an den Ufern der Werra

Die elfte Auflage des Evangelischen Reitergottesdienstes in der Probstei Zella (Wartburgkreis) findet am kommenden Sonntag (22. Mai) statt. Der erstmals im Frühsommer 2000 abgehaltene Gottesdienst hat sich zu einem weit über Westthüringen hinaus beliebten Ausflugstipp für Reiter, Kutscher und sonstige Pferdefreunde entwickelt.
Jährlich werden mehr Besucher angezogen. Grit Groß, Inhaberin des Landgasthofs & Reiterhofs Probstei Zella, organisiert den Gottesdienst mit dem Verein „Freizeit-Fahr und -Reitverein Falken, Treffurt und Umgebung“.

„Die Reitergottesdienste haben inzwischen schon Tradition. Ich finde sie toll – dabei können Christen besonders gut die Verbundenheit mit der Schöpfung und die Dankbarkeit für die schönen Dinge des Lebens ausdrücken“, sagt Rüdiger Stephan, Pfarrer der Kirchengemeinden Nazza, Hallungen, Frankenroda und Ebenshausen. Er hält die Predigt in dem Gottesdienst. Beginn ist am Sonntag um 14 Uhr. Die Reiter werden sich mit ihren Pferden bereits gegen 13.30 Uhr an den Ortsausgängen in Falken und Frankenroda treffen, um dann von beiden Richtungen entlang der Falkener Klippen und der Werra in Richtung der Probstei Zella zu reiten.
Dort werden sie vom Pfarrer und den anderen Gottesdienstteilnehmern begrüßt. Neben den Reitern und Pferdesportfreunden werden zahlreiche Wanderer, Skater, Fahrradfahrer und Biker erwartet. Da es direkt an der Probstei Zella einen Werra-Bootssteg gibt, können auch Wassersportler teilnehmen.

Nach dem Gottesdienst wird ein Rahmenprogramm für alle Altersgruppen angeboten. So werden die Pferde des gastgebenden Reiterhofes vorgeführt.
Wer von Falken aus mit dem Kremser zum Landgasthof & Reiterhof gelangen will, muss sich vorher telefonisch anmelden. Das bei den jüngsten Besuchern beliebte Pony- und Pferdeführen wird anlässlich des Reitergottesdienstes gratis angeboten. Im Landgasthof sowie auf dem angrenzenden Zeltplatz gibt es ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten.

Zur Geschichte der Probstei Zella:
Im Jahr 777 n. Chr. soll sich ein Eremit – wahrscheinlich ein Mönch namens Martin, Gefolgsmann des Heiligen Bonifatius – im Werratal zwischen Fels und Fluss niedergelassen und eine Zella (kleines Kloster) gegründet haben. Während des Bauernkrieges wurde das Kloster völlig zerstört und 1531 von Landgraf Friedrich dem Ernsthaften wieder erneuert. Unweit der Probstei soll Thomas Müntzer 1525 die Bauern von der Bauernkanzel zum Kampf gerufen haben. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster enteignet. Es war lange Zeit Forsthaus und später Betriebsferienlager, bevor es am 1. Mai 1998 nach umfangreicher Renovierung als Landgasthof eröffnet wurde.

Rainer Beichler | | Quelle:

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