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Wald-Erntedank-Fest soll Tradition werden

Am kommenden Sonntag (2. Mai) wird in der Nähe von Mühlhausen zum zweiten Mal in Thüringen ein Wald-Erntedank-Fest gefeiert. Das Buchenzentrum Mühlhausen e.V., die Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen und der Kirchenkreis Mühlhausen der Kirchenprovinz Sachsen laden damit ein, den Abschluss der Periode des Holzeinschlages zu feiern. Mit der Holzernte wird jeweils im Oktober begonnen. Sie endet mit dem Beginn der Vegetationsperiode.

«Das erste Wald-Erntedank-Fest im vergangenen Jahr hatte große Resonanz. Das hat uns zur Wiederholung ermutigt. Viele Menschen leben vom Holz, vom Holzeinschlag, aber auch vom Tourismus, vom Wald als Erholungsraum. Wir wollen deshalb das Wald-Erntedank-Fest im Frühjahr zur Tradition werden lassen», kündigt Antje Greitzke, Geschäftsführerin des Buchenzentrums, an.

In Thüringen sind 513910 Hektar und damit 33 Prozent der Gesamtfläche mit Wald bestanden. 41 Prozent der Waldfläche sind Staatswald, 37 Prozent sind privates und 16 Prozent kommunales Eigentum. Der Treuhandwald macht sechs Prozent aus. Er wird derzeit privatisiert. Die häufigste Baumart in Thüringen ist mit einem Anteil von 46 Prozent die Fichte, gefolgt von der Kiefer mit 19, der Buche mit ebenfalls 19 und der Eiche mit sechs Prozent. Insgesamt werden jährlich rund 2,3 Millionen Festmeter Holz eingeschlagen und verkauft. Der Holzeinschlag orientiert sich an dem Prinzip der Nachhaltigkeit. Danach wird nur soviel Holz geerntet, wie jährlich wieder nachwächst.

«Es ist nicht selbstverständlich, was der Wald uns schenkt. Wenn wir Danke sagen, machen wir uns das bewusst. Wer den Wald zu schätzen weiß, wird ihn über die eigene Lebenszeit hinaus auch schützen wollen», unterstreicht Karsten Spinner, Forstreferent der Thüringer Landeskirche.

Das Wald-Erntedank-Fest beginnt mit einem Gottesdienst um 10 Uhr am Schullandheim Waldschlösschen bei Mühlhausen. Nach einem Familienfest (ab 11.30 Uhr) mit Blasmusik, Spielmöglichkeiten für Kinder und einem Imbiss ist für den Nachmittag (ab 14.30 Uhr) eine Wanderung in die umliegenden Buchenwälder vorgesehen.

Rainer Beichler | | Quelle:

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