23. ORF-Friedenslicht für Thüringen

Am kommenden Sonntag wird das ORF-Friedenslicht bereits zum 23. Mal in Thüringen erwartet. Landtagspräsidentin Birgit Diezel (CDU), die Schirmherrin dieser weihnachtlichen Tradition ist, nimmt an der offiziellen Aussendungsfeier in Leinefelde-Worbis teil.

Die diesjährige Aktion steht untern dem Leitwort «Mit Frieden gewinnen alle». Der 11-jährige Khader Ballut aus Bethlehem entzündete am 27. November in der Geburtsgrotte Jesu Christi das diesjährige Friedenslicht.

Am 3. Advent wurde es im Rahmen eines Jugendgottesdienstes in der St. Bonifatiuskirche in Leinefelde willkommen geheißen. Nun soll es im Freistaat weitergegeben werden. Die Thüringer Landtagspräsidentin wird bei der Aussendungsfeier ein Grußwort sprechen und das Friedenslicht selbst entgegennehmen.

«Im Friedenslicht aus Bethlehem liegt der Kern der Weihnachtsbotschaft verborgen», so Frau Diezel im Vorfeld. «Das Kerzenlicht verleiht unserem Wunsch nach Frieden und brüderlichem Miteinander Ausdruck. Es verbreitet die Botschaft von Frieden und Eintracht in der ganzen Welt. Gerade zu Weihnachten sollten wir uns den Versöhnungsgedanken des Friedenslichts ins Gedächtnis rufen und ihn auch selbst leben. Im Kleinen sollte es uns nicht schwer fallen, Frieden zu gestalten. Frieden im Kleinen heißt: Menschen Halt, Sicherheit, Geborgenheit und Möglichkeiten der Entfaltung bieten. Das kann in der Familie, in einer starken Klassengemeinschaft, in einem aktiven Verein oder im solidarischen Kollegenkreis geschehen. Wichtig ist, wie wir Menschen miteinander umgehen und gemeinsam unser Leben gestalten. Ich freue mich sehr, dass das Friedenslicht aus Bethlehem nun bereits zum 23. Mal in Thüringen aufleuchtet und die Menschen so an die Weihnachtsbotschaft erinnert.»

In Eisenach wird das Licht am Sonntag um 10.47 Uhr erwartet.

In diesem Jahr findet die offizielle Aussendungsfeier in Leinefelde-Worbis statt. Die Verbreitung des Friedenslichts auf dem Schienenweg übernehmen über 100 jugendliche Helfer, vor allem Pfadfinder verschiedener Bünde, Angehörige von Kirchengruppen und Jugendfeuerwehren. An rund 254 Bahnhöfen im Freistaat wird der Zug im Laufe des Sonntags mit dem Friedenslicht aus Bethlehem erwartet. Das Kerzenlicht wird an die dort ausharrenden Kinder übergeben, die das Licht anschließend in ihre Heimatorte tragen werden.

Dieser Weihnachtsbrauch, der im Jahr 1987 durch den Oberösterreichischen Rundfunk im Rahmen der Fernsehsendung «Licht ins Dunkel» begründet wurde, wird heute weltweit durch Unterstützung der Pfadfinderbewegung, der Feuerwehrverbände sowie weiterer Hilfsorganisationen durchgeführt.