Abschluss Projektphase 1: letzte Baumpflanzung auf der Streuobstwiese

Die erste Phase Revitalisierungseinsatzes findet ein Ende. Am Freitag, 31. März, wurde symbolisch der letzte Obstbaum für diesen Projektabschnitt gepflanzt. Die Streuobstwiese befindet sich am Petersberg oberhalb der Hofferbertaue und erstreckt sich über eine Fläche von etwa sechs Hektar und ist mit Apfel- und Pflaumenbäumen besetzt. Es handelt sich um ein geschütztes und zu erhaltendes Biotop.

Die Fläche in städtischem Eigentum wird vom Schäfer Stefan Reusche beweidet und vom Verein Save Nature e.V. seit vielen Jahren ehrenamtlich (teil)gepflegt und beerntet. Diesen Winter haben 200 alte Obstbäume einen Pflegeschnitt bekommen und es wurden 20 neue Apfelbäume gepflanzt.

In Zusammenarbeit mit den städtischen Mitarbeitern Ronny Hepp, kommunale Umweltangelegenheiten, und Christin Bärenklau, Liegenschaften, und dem Förderverein Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland e.V. (ABL) wurden die groß angelegten Verjüngungsmaßnahmen auf der ökologisch wertvollen Streuobstwiese angestoßen. Finanziert wurde das Projekt vom Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) als auch vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN). Fachliche und tatkräftige Unterstützung gab es nicht nur von dem neu gegründeten Landschaftspflegeverband Eichsfeld-Hainich-Werratal e.V. und der Natura 2000 Station Unstrut/Hainich-Eichsfeld, sondern auch von vielen Bürgerinnen und Bürgern aus der Stadt Eisenach. Außerdem werden die Jugendfeuerwehr und freiwillige Feuerwehr bei der wichtigen und regelmäßigen Aufgabe der Bewässerung zukünftig unterstützen.

Es freut mich dieser Aktion heute beiwohnen zu können. Bei der Pflege und Neubepflanzung der Streuobstwiese handelt es sich um eine Notwendigkeit. Daher ist es umso schöner zu sehen, dass sich so viele engagierte Menschen kümmern. Mein herzlicher Dank geht an alle Beteiligten., erklärte Bürgermeister Christoph Ihling.

Anschließende setzte er mit dem Vorstand des ehrenamtlichen Vereins Save Nature e.V., Michael Schenk, dem selbstständigen Baumwart, Tom Leuke, und der Baumwartsanwärterin, Katrin Luck, den neuen Baum. Um sich in späteren Jahren an die Aktion erinnern zu können, wurde eine von allen Beteiligten unterschriebene Flaschenpost vergraben.

Es handelte sich bei der Neupflanzung um die alte, regionale Apfelsorte Grafensteiner, welche vor Ort mit dem Süßapfel Meffert veredelt wurde. Dieser Baum kann ein Lebensalter von 150 Jahren erreichen und sich über 12 Meter erstrecken. Erwartet wird ein jährlicher Ertrag von einer bis zwei Tonnen.

Als weitere Schutzmaßnahme, errichtete Tom Leuke einen Schutzzaun um die 20 neuen Apfelbäume, welcher Pferde und Kühe fernhalten soll. Auch der Boden wurde mit verschiedenen Erden aufgefüllt, um den Nährstoffgehalt zu verbessern, dem Wurzelwerk Halt zu geben und Wühlmäuse fernzuhalten.

Damit wurde die Basis gelegt um diesen vielfältigen Lebensraum langfristig zu schützen. Weitere Maßnahmen folgen im April.