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Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel: Bienenfreundliches Eisenach erlebbar machen

Biene im Anflug auf eine Löwenzahnblüte

Bildquelle: © Countrypixel – Fotolia.com

Die Stadt Eisenach verfügt über zahlreiche kleine und große öffentliche Grünflächen und Parkanlagen. Sie dienen neben Erholung und Freizeit der städtischen Gliederung und sind prägend für das Stadtbild und die Stadtstruktur. Daneben gibt es zahlreiche kleinere und größere Grün- und Freiflächen entlang von Straßenzügen und Gebäuden. Viele weisen erhebliche gestalterische und funktionale Mängel auf und bieten in ihrer Struktur und Funktion als wichtige innerstädtische Freiflächen keinen Mehrwert für die Bevölkerung. Sie werden dementsprechend wenig von der Öffentlichkeit genutzt. Daneben müssen viele dieser Flächen aufwendig gemäht werden.

Um den umfangreichen Bestand von wertvollen Parkanlagen bis hin zu den kleinen ergänzenden Grünflächen im besiedelten Gebiet zu erhalten und weiterzuentwickeln, hatte die Stadt Eisenach für ihr Projekt „Bienenfreundliches Eisenach erlebbar machen“ beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung Fördermittel beantragt. Als Teil des Bundesprogrammes „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ beinhaltet es das Anlegen von sieben Blühwiesen an vier verschieden Standorten in Eisenach. Angedacht sind beispielsweise Flächen im Kartausgarten, im Goethegarten, am Westplatz oder im Thälmannpark. Im Oktober wurde nun eine Fördersumme in Höhe von 360.000 Euro zur Umsetzung des Projektes bewilligt.

Die Umgestaltung Rasenflächen zu Wildblumenwiesen erfolgt durch die Ansaat von Wildblumensamen mit regionalem Herkunftsnachweis, um besonders die heimische Flora und Fauna wieder zu entwickeln und vorhandene Strukturen zu unterstützen. Solche artenreichen Blühwiesen sind Voraussetzung, damit Insekten wie Wildbienen überleben können.

Mithilfe des Projektes soll eine klimagerechte, naturnahe und biodiverse Modernisierung der bestehenden grünen Infrastruktur als Beitrag zum Klimaschutz erfolgen und die heimische Artenvielfalt gefördert werden. Durch den Erhalt der Grünflächen soll eine Verbesserung des Mikroklimas erzielt werden, wobei trockenresistentere Wildblumen eine Anpassung an die herrschenden Klimaveränderungen wie Trockenperioden oder Extremwetterereignisse ermöglichen. Zudem kann durch die Umsetzung des Projektes Wissen zu den Themen Klimaschutz und Artenvielfalt vermittelt werden, die Aufenthaltsqualität erhöht und die öffentliche Zugänglichkeit verbessert und die Erlebbarkeit der Flächen gefördert werden.

So sollen im Kartausgarten drei Hangrasenflächen mit einer Größe von je 1000 Quadratmetern zu Blühwiesen zum Schutz der Artenvielfalt umgestaltet werden und ein Bienenlehrpfad mit wichtigen Informationen zu Biodiversität und Klimawandel entstehen. Der Projektzeitraum erstreckt sich von 2022 bis 2025.

Gerne werden Vorschläge, Ideen und Hinweise für die genannten Flächen entgegengenommen. Silke Schilling vom Fachgebiet Grünflächen freut sich über Rückmeldungen insbesondere von Kindern, Jugendlichen und Vereinen:Silke.Schilling@eisenach.de.

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