Ausgaben der Thüringer Kommunen betrugen 6,7 Milliarden Euro

Die Ausgaben der Thüringer Kommunen betrugen im Rechnungsjahr 2021 auf Basis der Rechnungsabschlüsse 6,7 Milliarden Euro. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik wurden damit im Vergleich zum Jahr zuvor 199 Millionen Euro mehr ausgegeben (+3,0 Prozent). Demgegen- über erhöhten sich die Einnahmen im Jahr 2021 um 215 Millionen Euro auf insgesamt 6,9 Milliarden Euro (+3,2 Prozent).

Mit 2,7 Milliarden Euro stellt der Bereich der sozialen Sicherung die größte Ausgabenposition im Jahr 2021 dar und hat damit einen Anteil von 40,8 Prozent am Gesamtvolumen der Ausgaben. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Ausgaben um 102 Millionen Euro (+3,9 Prozent). Gleichzeitig erhöhten sich die Einnahmen in diesem Bereich um 28 Millionen Euro (+2,5 Prozent) auf insgesamt 1,2 Milliarden Euro.

Für den Bereich Schulen wurden 514 Millionen Euro ausgegeben. Dies entspricht einem Anteil von 7,6 Prozent an den Ausgaben insgesamt. Damit wurden im Vergleich zum Vorjahr 40 Millionen Euro (+8,4 Prozent) mehr für den Schulbereich verausgabt. Im Vergleich zu 2020 erhöhten sich die Einnahmen für die Schulen um 64 Millionen Euro (+28,7 Prozent) und beliefen sich auf insgesamt 286 Millionen Euro.

Für Bau-, Wohnungswesen und Verkehr sanken die Ausgaben gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25 Millionen Euro (-3,6 Prozent) auf 679 Millionen Euro und hatten damit einen Anteil von 10 Prozent am Gesamtvolumen. Demgegenüber wurden in diesem Bereich Einnahmen in Höhe von 281 Millionen Euro verbucht und damit 8 Millionen Euro mehr (+2,9 Prozent) als im Jahr 2020.

Der Hauptanteil der Einnahmen der Thüringer Kommunen, wie die Steuereinnahmen und die Zahlungen aus dem Finanzausgleich, wird im Bereich der Allgemeinen Finanzwirtschaft verbucht. Hier blieben im Jahr 2021 die Einnahmen bei einer geringfügigen Steigerung um 39 Millionen Euro (+0,9 Prozent) auf konstantem Niveau (4,2 Milliarden Euro).

Mit 1,9 Milliarden Euro konnten die Kommunen fast 194 Millionen Euro (+11,2 Prozent) mehr Steuereinnahmen als 2020 verbuchen. Des Weiteren erhielten sie vom Land 1,4 Milliarden Euro und damit 91 Millionen Euro mehr Schlüsselzuweisungen (+6,7 Prozent) als im Jahr zuvor.

Die Ausgaben im Bereich der allgemeinen Finanzwirtschaft sanken um 71 Millionen Euro auf insgesamt 432 Millionen Euro (-14,1 Prozent). Für die Zins- und Tilgungsleistungen wurden 213 Millionen Euro und damit 47 Millionen Euro (-18,1 Prozent) weniger als im Jahr 2020 aufgewendet. Gleichzeitig wurden den Rücklagen 193 Millionen Euro und damit 11 Millionen Euro weniger als im Jahr zuvor zugeführt. Demgegenüber blieben die Entnahmen der Rücklagen mit 95 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres.

Bitte beachten:
Zur Vermeidung von Doppelzählungen wurden die Bruttoausgaben bzw. -einnahmen jeweils um die Zahlungen von gleicher Ebene (dabei handelt es sich um den Zahlungsverkehr der Gemeinden und Gemeindeverbände untereinander) und um die haushaltstechnischen Verrechnungen bereinigt.

Anzeige