Baugenehmigungen für Neubauwohnungen stark gesunken 

Die Thüringer Bauaufsichtsbehörden genehmigten in den ersten 3 Quartalen 2023 den Bau von 1 884 Neubauwohnungen. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik waren das 44,7 Prozent weniger als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 

Der seit Jahresbeginn starke Rückgang der erteilten Genehmigungen für Wohnungen in Ein-, Zwei,- und Mehrfamilienhäusern lässt die Nachfrage nach Wohnungen im Neubau insgesamt um 44,7 Prozent bzw. 1 522 Wohnungen sinken. Ausschlaggebend für diese Entwicklung können die derzeit steigenden Kosten für benötigtes Material und schlechtere Finanzierungsbedingungen sein. 

38,7 Prozent des neu geplanten Wohnraums sind Ein- und Zweifamilienhäuser (730 Wohnungen). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringerte sich hier die Anzahl der Bauanträge um die Hälfte (-731 Wohnungen). In Mehrfamilienhäusern, die mit 50,2 Prozent am Neubaugeschehen beteiligt sind, wurde ein Genehmigungsrückgang von 901 Wohnungen bzw. 48,8 Prozent errechnet. 

Mit einem Anteil von 11,0 Prozent am Wohnungsneubau ist ein Zugang um 110 genehmigte Wohnheimplätze1) gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Insgesamt wurden bis Ende September dieses Jahres 208 Wohnungen für neue Wohnheimplätze geplant. 

Die bis September 2023 registrierten 596 Wohnungen, die durch Um- und Ausbaumaßnahmen in schon bestehenden Wohngebäuden dem Wohnungsmarkt wieder zugeführt werden sollen, ergeben addiert mit den Neubauwohnungen 2 480 Wohnungen. Im Vergleich zu 2022 wurden 1 524 Wohnun-gen weniger genehmigt, was einem Rückgang im Wohnungsbau von 38,1 Prozent entspricht. 

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