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Begegnungszentrum in Eisenach Nord eröffnet

Im Wohngebiet Eisenach Nord wurde jetzt in der Straße „Am Gebräun“ ein neues Begegnungszentrum in den Räumen des früheren Kindertreffs eröffnet. In Trägerschaft der Caritas Südthüringen wurde für diese Einrichtung ein neues Konzept entwickelt. Die Begegnungsstätte steht ab sofort allen Bewohnern des Stadtteils offen und ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Das Begegnungszentrum ist offen für Menschen aller Altersgruppen, jeglicher Herkunft und Hautfarbe. Es dient als Anlaufstelle und Treffpunkt unabhängig von der Herkunft der Besucherinnen und Besucher. Vorurteile und Ängste können abgebaut werden. Eine Willkommenskultur für neuankommende Flüchtlinge im Wohngebiet kann gemeinsam entwickelt werden. Dabei hofft die Caritas auch auf ehrenamtliche Unterstützung der Migranten, die zu einer besseren Akzeptanz beitragen kann.

Es ist eine besondere, lebendige Begegnungsstätte, die eine vielfältige Kultur atmet,

sagte Oberbürgermeisterin Katja Wolf zu Eröffnung am 27. Oktober. Sie freute sich, dass es mit der Caritas gelungen ist, ein Konzept zu entwickeln, das Neues ermöglicht, aber auch Bewährtes weiter geführt werden kann.

Die Räume des ehemaligen Kindertreffs wurden in den vergangenen Wochen grundhaft saniert und erhielten neben einem neuen Anstrich der Wände auch einen neuen Fußbodenbelag. Die Mittel dafür wurden von der Wartburg-Sparkasse und über Lottomittel gespendet. Auch für eine neue Ausstattung erhielt Georg Böhm, Leiter der Caritas in Eisenach, noch mehrere finanzielle Zuwendungen zur Eröffnung.

Nun suchen wir noch nach einem Namen,

hofft Böhm in der nächsten Zeit auf gute Ideen.

Als Treffpunkt und Ort der Kommunikation soll das Begegnungszentrum eine zentrale Anlaufstelle sein. Die Förderung von Nachbarschaftsbeziehungen und gegenseitiger Hilfe wird durch gemeinschaftliche Aktivitäten unterstützt. Dabei orientieren sich die Angebote an den Bedürfnissen und Wünschen der Besucher. So wird weiter während der Öffnungszeiten täglich eine warme Mahlzeit insbesondere für Kinder und Jugendliche und deren Sorgeberechtigten angeboten. Das Essen wird von der Suppenküche der Diako Westthüringen geliefert. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, gemeinsam zu kochen und zu backen.
Ein Schwerpunkt der Arbeit im Begegnungszentrum wird die individuelle Lernförderung für Kinder und Jugendliche nach Bildung und Teilhabe sein. In kleinen Lerngruppen wird dabei auf das individuelle Lerntempo Rücksicht genommen. Eine enge Kooperation mit den Schulen ist dabei unerlässlich. Zusätzlich werden betreute Spielnachmittage nur für Kinder von pädagogischem Fachpersonal durchgeführt.

Die enge Kooperation mit dem Obdachlosenprojekt (Unterkunft, Tagestreff und Eisenacher Tafel), der Allgemeinen Sozialberatung und der Flüchtlingsberatung der Caritas ermöglicht es, auf ein Hilfsnetzwerk schnell und unkompliziert zurück zu greifen. So betreut und berät die Asyl- und Flüchtlingsberatung der Caritas Familien und Alleinstehende mit Migrationshintergrund. Dazu gehören auch Sprachtraining sowie spezielle Angebote für Frauen und Familien.

Im jetzigen Begegnungszentrum war über 16 Jahre lang der Kindertreff Eisenach Nord beheimatet. Er entstand 1999 nach einer Anregung von Schülern im Rahmen des Projektes „Wem gehört die Stadt?“, das die Kinderbeauftragte der Stadt, Annette Backhaus, initiiert hatte. Mit Hilfe zahlreicher Sponsoren, Spenden und ehrenamtlicher Helfer wurde der Kindertreff für viele Kinder und auch Jugendliche eine zuverlässige Anlaufstelle.

Mit dem neuen Konzept greift das Begegnungszentrum dieses Angebot auf und erweitert die Möglichkeiten für alle Bewohner des Stadtteils.

Titelfoto: v.l.: Georg Böhm (Caritas), Peter Eberhardt (Wartburg-Sparkasse); Oberbürgermeisterin Katja Wolf und Peter Romeis (Sparkassen-Stiftung)

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