Bei den Gerüstbauern im Wartburgkreis  klettern jetzt auch die Löhne nach oben

Bildquelle: IG BAU | Tobias Seifert

Arbeit in luftiger Höhe: „Wind-und-Wetter-Jobs“ auf dem Gerüst

Ohne sie kommt keine Farbe ans Haus: Für jeden Fassadenanstrich werden Gerüstbauer  gebraucht – neben Malern natürlich. Die 24 Gerüstbauer im Wartburgkreis sind auch  dabei, wenn das Dach neu gedeckt, die Fassade gedämmt oder der Kirchturm saniert  wird. „Alles, was über drei Meter hinausgeht, ist ein Fall für die Gerüstbauer. Sie machen  einen harten Job. Gerüstbauer sind bei Wind und Wetter, bei Hitze und Kälte im Einsatz.  Und dafür bekommen sie jetzt mehr Geld“, sagt Ralf Eckardt von der  Industriegewerkschaft BAU Thüringen. 

Ab November bekommen Gerüstbauer 7,5 Prozent mehr Lohn. „Ein erfahrener Geselle  hat dann gut 225 Euro mehr pro Monat in der Tasche, wenn er Vollzeit arbeitet“, sagt Ralf Eckardt. Das habe die IG BAU am Tariftisch für die Gerüstbauer erreicht. Ein weiteres  Lohn-Plus gebe es dann im Herbst nächsten Jahres. „Und vorher steigt schon der  Mindestlohn in der Branche: Ab Januar muss jeder, der auf dem Gerüst im Wartburgkreis arbeitet, mindestens 14,35 Euro pro Stunde verdienen. Das sind 40 Cent mehr als  bislang“, so Ralf Eckardt. 

Außerdem habe sich die Bau-Gewerkschaft für den Nachwuchs stark gemacht. Auch  Azubis haben ab diesem Monat mehr im Portemonnaie, so die IG BAU Thüringen. Zum  Start der Ausbildung bekomme ein Azubi auf dem Gerüst ab sofort 1.125 Euro pro Monat.  Im zweiten Ausbildungsjahr dann 1.300 Euro. „Und im dritten Jahr gehen Gerüstbauer Azubis mit einer Ausbildungsvergütung von 1.550 Euro im Monat nach Hause“, sagt  IG BAU-Bezirksvorsitzender Ralf Eckardt.

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