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Bislang erfolgreichster Weltgästeführertag

Nicht nur die Zahl der Teilnehmer hatte am 25. Februar 2012 alle Erwartungen der Eisenacher Gästeführer übertroffen, sondern auch deren Spendenbereitschaft. Da die Summe noch vom Verein der Eisenacher Gästeführer e. V. aufgerundet wurde, konnte am Dienstag ein Scheck in Höhe von 600 € an den Leiter des Hospizes «Sankt Elisabeth» in Eisenach, Clemens Roschka, übergeben werden.
«Auch wir betreuen Gäste», sagte er, «nämlich die Bewohner unserer Einrichtung». Mit der Spende möchte er einen Teil der laufenden Betriebskosten des Hospizes decken.

Wie beliebt der Weltgästeführertag geworden ist, zeigt die Tatsache, dass mehr als 220 Teilnehmer gemäß dem diesjährigen Motto in 4 Gruppen «durch Tür und Tor» zogen. Auf dem Weg vom Nikolaitor bis zum Georgentor öffnete sich dabei so manche Tür, die normalerweise verschlossen ist.
Interessante Geschichten waren dann zu hören und manch historische Gestalt trat zur Überraschung der Gäste hervor. Die Idee, möglichst viele Gästeführer, die an verschiedenen Stellen der Innenstadt positioniert waren, in den Rundgang einzubeziehen, hat sich bewährt und machte die Führung sehr abwechslungsreich. Das es dann doch etwas mehr als 2 Stunden geworden sind, haben viele Gäste gern in Kauf genommen, denn auch Petrus hatte «mitgespielt».
Die Stadtführer möchten aber nicht nur unterhaltsam Geschichte vermitteln. Sie verstehen es ebenso als ihre Pflicht, an die jüdischen Mitbewohner zu erinnern. Aus diesem Grund hielten sie während des Rundgangs auch vor Türen mit davor verlegten «Stolpersteinen» an.

Seit 1999 werden am bzw. um den Weltgästeführertag (21. Februar) herum kostenlose Stadtführungen angeboten, die neugierig und Lust auf mehr machen sollen. An diesem Tag können sich nicht nur die Bürger, sondern auch Verantwortliche aus Tourismus und Politik über die Qualität und Vielfalt der Arbeit von gut ausgebildeten und im Bundesverband der Gästeführer in Deutschland e. V. (BVGD) organisierten Gästeführern überzeugen. Auch in Eisenach gibt es unter den ca. 30 Gästeführern und – führerinnen bereits einige, die nach DIN EN zertifiziert worden sind oder solche, die sich speziell zum Thema «Martin Luther» als Lutherfinder fortgebildet haben. Neben einer guten Ausbildung und Professionalität ist vor allem Begeisterung für die Tätigkeit wichtig, wenn auch der Gast von der Führung begeistert sein soll, so Ulrike Frank, Vorsitzende des Vereins.

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