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Blühende Wiesen und summende Insektenhotels – Zweites Projekt der Seebacher „BIFS“ ist umgesetzt

Viele neugierige Bürger Seebachs haben die drei Schilder in Blumenform, die in der vergangenen Woche in der Gemeinde aufgestellt wurden, bereits entdeckt. Unter dem Motto „Seebach blüht“ wurden in der Ortsmitte mehrere Grünflächen ausgewählt, die schrittweise so umgestaltet werden, dass sie für Insekten mehr Nahrung bieten und somit zu einer größeren Artenvielfalt beitragen sollen. Nun erfolgte die passende Ausschilderung sowie die zusätzliche Installation von fünf Insektenhotels.

„Seebach blüht…“
Seebach aufblühen zu lassen, das soll unter anderem mit einem neuen Pflege- und Mähkonzept für ausgewählte Wiesen-Flächen gelingen. Durch das Reduzieren auf 2maliges Mähen im Jahr steht den Insekten mehr Nahrung zur Verfügung, was wiederum zu einer größeren Artenvielfalt beiträgt. Davon profitieren nicht nur Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Auch die Bodenbewohner werden sich wohler fühlen, da die Böden somit besser vor Austrocknung geschützt sind.

Die Arbeitsgruppe „Bienen- und Insektenfreundliches Seebach“, kurz BIFS, hat gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung die passenden Flächen dafür ausgewählt. Nutzflächen wie Wäscheplätze oder Spielwiesen werden weiterhin regelmäßig gemäht, sodass Mensch und Tier den bestmöglichen Nutzen von diesem Projekt haben.

Anregung zum Mitmachen
Die neuen „Blumenschilder“ erklären jedoch nicht nur die Idee, sondern regen auch zum Mitmachen an: für Wiesenbesitzer, die den Insekten der Region etwas Gutes tun wollen, wird die Saatgutmischung „Veitshöchheimer Bienenweiden“ für den eigenen Garten empfohlen. In dieser sorgen über 40 Wild- und Kulturarten für ein reichhaltiges Blütenangebot von April bis November.

Bezugsfertige Insektenhotels
Damit sich vor allem bedrohte Wildbienen wohl fühlen und vermehren können, wurden durch das Unternehmen von Christian Zarate aus Seebach vier Insektenhotels gesponsert. Diese sind nach Süden ausgerichtet und befinden sich an Orten mit viel Sonneneinstrahlung, da die Bienen und ihr Nachwuchs viel Wärme benötigen.

Die Aktion „Blühendes Erbstromtal“
Die Idee zur Aktion „Blühendes Erbstromtal“, der sich auch die Stadt Ruhla anschloss, entstand in der Seebacher Ortsentwicklungsgruppe. Auch in Ruhla wurde in diesem Jahr eine Grünfläche ausgewählt und beschildert, um Insekten mehr Nahrung zu bieten. Gemeinsames Ziel ist es, die Lebensqualität der Region langfristig zu fördern.

Als weitere Entwicklungsschritte für ein insektenfreundliches Seebach, wird die Arbeitsgruppe BIFS der Gemeinde Empfehlungen für die Pflege bestehender Bäume und Sträucher aussprechen, damit auch diese zur Blüte kommen können. Im Anschluss möchte man außerdem Grünflächen aussuchen, auf denen zusätzliche Blühgeholze gepflanzt werden könnten. Mitglied der Gruppe ist unter anderem Katrin Walther der ps-grünkonzept Landschaftsarchitektur GmbH aus Wutha-Farnroda, die ihr Fachwissen bei der Ortsgestaltung und -entwicklung gern mit einbringt.

Im Oktober 2019 gab es bereits zwei Arbeitseinsätze mit vielen freiwilligen Helfern, die rund 20.000 Blumenzwiebeln im Ort gesteckt haben. Dass sich diese Arbeit gelohnt hat, zeigten die vergangenen Frühlingswochen, in denen sich die Krokusse, Schneeglöckchen, Winterlinge und Blausterne nach und nach entfalteten. Seebach blüht!

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