Brücken und Stützmauern im Ausschuss behandelt

Zustand insgesamt solide – einzelne Sicherungsmaßnahmen notwendig

Bildquelle: © Stadt Eisenach/Ulrike Müller
Von der Goethestraße aus führt eine Fußgängerbrücke über den Mühlgraben in Richtung Jakobschule.

In der gestrigen Sitzung (22. April) des Ausschusses für Infrastruktur, Beteiligungen, Wirtschaft und Tourismus gab der Fachdienst Tiefbau einen Überblick über den Zustand der Brücken und Stützmauern im Eisenacher Stadtgebiet.

Viele Brücken sind in einem guten Zustand, an manchen besteht allerdings Handlungsbedarf. Vor der Sitzung hatten sich die Ausschussmitglieder am Klosterholz sowie an der Fußgängerbrücke Goethestraße (Jakobschule) bereits vor Ort einen Eindruck verschafft. Vorgestellt wurde das Ergebnis der Bauwerksprüfungen des Jahres 2023 sowie der Sachstand bei einzelnen Sicherungsmaßnahmen. Als Baulastträger ist die Stadt Eisenach dazu verpflichtet, die bautechnische Sicherheit nach einheitlichen Standards (DIN 1076) zu gewährleisten.

Konkret wurden im vergangenen Jahr folgende Objekte durch ein von der Stadt beauftragtes Ingenieurbüro überprüft:

  • 57 Brücken und größere Durchlässe
  • 51 Stützwände beziehungsweise Treppenanlagen
  • eine Lärmschutzwand
  • ein Tunnel (Einmündung An der Tongrube unter der Straße, ehemals Ziegelei)
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Viele Brücken im Stadtgebiet sind in einem guten Zustand. Allerdings gibt es einige, die den Verantwortlichen Sorge bereiten. Mit der Zustandsnote 3 – hier gibt es Schäden, die die Tragfähigkeit beeinflussen und Instandsetzungsarbeiten erfordern – wurden 14 Brücken bewertet. Die Zustandsnote 4, die einen Neubau zwingend erforderlich macht, bekamen zwei Brücken. Diese sind: die Fußgängerbrücken über den Mühlgraben in der Goethestraße (Jakobschule) sowie die Fußgängerbrücke über den Marienbach im Mariental. Die Brücke über den Mühlgraben in der Synagogenstraße war zuvor bereits abgebrochen worden. Die durchschnittliche Zustandsnote aller Brücken fällt mit 2,6 und bei den Stützwänden mit 2,4 dennoch solide aus. Bürgermeister Christoph Ihling versicherte, weiterhin ein großes Augenmerk auf die laufende Instandsetzung vor allem der 14 geschädigten Bauwerke zu legen:

Brücken besitzen immer eine wichtige Verbindungsfunktion, speziell für Fußgänger und Radfahrer. Unser Ziel ist es, jedes Jahr mindestens eine Brücke zu erneuern.

Des Weiteren informierte die Stadtverwaltung den Ausschuss über Maßnahmen, die getroffen wurden, um die Sicherheit einzelner Bauwerke zu gewährleisten. Diese sind:

  • Brücke Holzbach in Stockhausen: Neubau als Durchlass erfolgte 2024 für rund 95.000 Euro
  • Fußgängerbrücke Marienbach im Mariental (Bushaltestelle Sophienaue) provisorisch mit einer Hilfsbrücke seit Ostern 2024 wiederhergestellt
  • Stützwand Mariental (unterhalb Jugendherberge) im Jahr 2023 saniert (Geländer)
  • Rahmendurchlass Roter Bach (Kleine Rennbahn): im Oktober 2022 Provisorium errichtet; Erneuerung erforderlich (Kostenschätzung rund 100.000 Euro)
  • Fuß- und Radwegebrücke Synagogenstraße: im Dezember 2022 abgerissen; Neubau von Juni bis August 2024 geplant
  • Fuß- und Radwegebrücke Goethestraße (Jakobschule): Neubau erfolgt nach Fertigstellung Brücke Synagogenstraße; einzelne Untersuchungen bereits beauftragt
  • Fußgängerbrücke Mühlgraben Fabrikstraße: Abriss 2024 geplant
  • Fußgängerbrücke Michelsbach Am Schäfersborn: seit 2023 gesperrt; Abriss 2024 geplant
  • Alte Mühle über Mühlgraben Fabrikstraße: Gespräch über weiteres Vorgehen mit Eigentümer 2024 stattgefunden
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